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Auf die anderen war Verlass

Benefizkonzert am 22. Dezember für die krebskranke Georgiana Bara aus Rumänien.

Von Marion Korth, 19.12.12

Braunschweig. Was kann eine Punkband tun, um einer krebskranken jungen Frau zu helfen? Steffen Keuchel und seine Musikerkollegen hatten eine Idee und veranstalten ein Benefizkonzert der eher leisen Töne, bei dem es garantiert keinen Punk zu hören gibt.

Steffen Keuchel, in Braunschweig als Gründungsmitglied und Musiker von Gruppen wie Milk auf ex oder Brenner bekannt, hatte kein Problem damit, andere Musiker zum Mitwirken zu bewegen. „Sage uns einen Termin, dann kommen wir“, das sei fast so etwas wie eine Standardantwort gewesen. Für Sonnabend (22. Dezember) hat der Musiker viele Bekannte zusammengetrommelt, dann wird das LOT-Theater in der Kaffeetwete zum Konzerthaus, in dem Jens Duckstein, Tom Hinze, Valentino 66, Philipp Preuss & Mirja Lendt, Alex Dorenberg & Oliver Schulz, Matthias Lindner, Wilhelm & Kristina, LPG Fette Töne und Stroker Ace aufs Weihnachtsfest einstimmen werden. Rock ’n’ Roll trifft Klassik, Funky Jazz meets Progabilly and Acoustic Guitar. Ein Abend der ungewöhnlichen Interpretationen bekannter Songs sowie eigener Kompositionen im Singer/Songwriter Style.
Ab 19 Uhr ist Einlass, um 20 Uhr geht’s los. Karten sind im Vorverkauf im LOT-Theater sowie an der Abendkasse für 15 Euro, ermäßigt für 10 Euro, erhältlich.
Keuchel ist über die Unterstützung, die er von allen Seiten erhält, froh und dankbar. Aber das mache Braunschweig eben aus, dass hier die Verbindungen halten. „Ich habe alles über Freundschaften und alte Kontakte organisiert“, sagt er. Der LOT-Theater-Chef sei ein Freund aus Kinder-
tagen, auf den sei, so wie auf alle anderen, Verlass.
Die Geschichte, die alles in Gang setzte, fängt tragisch an, lässt aber jetzt auch Hoffnung auf ein gutes Ende zu. Es begann, als Bandschlagzeuger Michael Hurst schlechte Nachrichten von seiner Schwägerin aus Rumänien erhält. Die heute 23-jährige Georgiana Bara war erstmals mit 18 an Lymphkrebs erkrankt. Nach fünf Jahren war die Krankheit erneut ausgebrochen. „Die Ärzte in Rumänien gaben ihr wenig Chancen“, berichtet Keuchel. Die Schwester in Deutschland wollte helfen, die Familie legte Geld zusammen, um eine Therapie in der Universitätsklinik Köln zu finanzieren. Obwohl dort erst eine Anzahlung für die 70 000 bis 90 000 Euro teure Therapie geleistet worden war, nahmen die Ärzte im Sommer die Behandlung auf, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Und wie geht es Georgiana jetzt? „Sie hat gut auf die Chemotherapie angesprochen. Es geht ihr den Umständen entsprechend gut“, sagt Keuchel.
Er und alle anderen wollen nun dabei helfen, das noch fehlende Geld zusammenzubekommen. „Alles soll auf soliden Füßen stehen“, sagt Keuchel. Deshalb sei der Verein zur Unterstützung kranker Menschen gegründet worden, in diesen Tagen wird er offiziell eingetragen. Ihm schwebt vor, etwas Nachhaltigeres zu schaffen. Fürs nächste Jahr denkt er dabei an ein Benefizfestival, bei dem jede Band nicht nur ein paar Stücke, sondern etwas länger spielt.
Weitere Informationen über das Konzert, den Verein und den Hintergrund des Konzertes finden sich im Internet unter der Adresse www.sonic-cure.de .
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