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„Arbeiten wie gewohnt“

Domprediger Joachim Hempel hat auch für sein letztes Jahr am Dom ein volles Programm.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 02.01.13

Braunschweig. 2014 geht Domprediger Joachim Hempel in den Ruhestand. Bis dahin wird „wie gewohnt“ gearbeitet. „Anständig und ordentlich, das ist unsere Pflicht“, betont er. Daneben will er – wie immer – Akzen te setzen.

Drei Ereignisse werden 2013 im Dom besonders gefeiert und gewürdigt: der 825. Weihetag des Marienaltars, das Kulturprojekt „1913 – Braunschweig zwischen Monarchie und Moderne“ sowie das Thema „Albert Schweitzer und 100 Jahre Lambarene“.
Der Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer gründete 1913 in Lambarene, im damaligen Französisch-Äquatorialafrika, sein berühmtes Urwaldspital. Um sein Projekt zu finanzieren, zog Schweitzer als Organist durchs Deutsche Reich. Dabei machte er auch in Braunschweig Station. Rund um dieses Jubiläum ist ein Albert-Schweitzer-Wochenende geplant: Domkantor Witold Dulski wird das Orgelkonzert von Albert Schweitzer im Dom nachspielen, in St. Aegidien soll es eine Ausstellung geben, und das Kino C1 will den Film „Ein Leben für Afrika“ zeigen.
Der Marienaltar ist das zentrale liturgische Ausstattungsstück des Doms. Von Heinrich dem Löwen in Auftrag gegeben, wurde der Marienaltar am 8. September 1188 geweiht. Dieses historische Datum nimmt Domprediger Joachim Hempel zum Anlass, um mit Gästen der Ökumene das jeweilige Verhältnis zu Maria genauer zu betrachten und zu diskutieren. Dazu wird Burkhard Bohne vom Arzneipflanzengarten der TU im Dom Mariengärten, also typische Gärten des Mittelalters, anlegen. Zum Abschluss des Jubiläums ist für den 3. Oktober ein Konzert des Thomanerchors aus Leipzig im Dom geplant.
Ebenfalls mit Musik beteiligt sich der Dom am Kulturprojekt „1913 – Braunschweig zwischen Monarchie und Moderne“. Zur Eröffnung spielt Martin Weller, Orchestervorstand im Staatsorchester, Stücke, die auch bei der Hochzeit des Welfenprinzen Ernst August III. mit der Kaisertochter Victoria Luise von Preußen 1913 gespielt wurden.
Neben den Feierlichkeiten und Jubiläen ist Joachim Hempel dafür verantwortlich, den ganz normalen Alltag am Dom zu organisieren und am Laufen zu halten. 2013 muss er dafür vor allem Geld sammeln, denn das Domdach benötigt dringend eine Komplettsanierung. Geschätzte Kosten: eine Million Euro.
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