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Alt und Neu perfekt verbunden

Michael Peter, Vorsitzender des Bezirks Braunschweig im Bund Deutscher Architekten (BDA), und Bettina Maria Brosowsky, Architektin im BDA, erläutern prämierte Architektur, die in der Wanderausstellung in der Kemenate Hagenbrücke derzeit zu sehen ist. Foto: Birgit Leute

BDA-Ausstellung in der Hagenkemenate zeigt noch bis Freitag preisgekrönte Architektur.

Von Birgit Leute, 09.07.2016.

Braunschweig. Seit 40 Jahren zeichnet der Bund Deutscher Architekten (BDA) herausragende Baukunst in Niedersachsen aus. Im vergangenen Jahr vergab er wieder fünf Preise. Einer davon ging an die Kemenate Hagenbrücke. Noch bis Freitag ist hier eine Wanderausstellung zu sehen, die die Preisträger und deren zum Teil sehr mutige Architekturideen näher vorstellt.

„Als 1976 der BDA Preis Niedersachsen ins Leben gerufen wurde, lag der Fokus vor allem auf der Nachkriegsarchitektur. Es war im Grunde eine Retrospektive, während heute die vorgeschlagenen Bauten nicht älter als vier Jahre sein dürfen“, erklärt Bettina Maria Brosowsky, Architektin im BDA.
Unter Architekten ist der Preis, der alle drei Jahre verliehen wird, sehr begehrt, denn er gilt neben dem Niedersächsischen Staatspreis als der älteste und bedeutendste Architekturpreis des Landes. Die Besonderheit: Er zeichnet Bauherren und Architekten gleichermaßen für ihre Verdienste um die Baukultur im Land aus.

2015 wurden aus 69 Bewerbungen fünf Preisträger ausgewählt, zwei davon kamen aus Braunschweig: Die Kemenate Hagenbrücke und ein Privathaus im Stadtteil Querum. Eine Auszeichnung und eine Erwähnung erhielten außerdem die Wilhelm-Bracke-Gesamtschule und die Aula des Lessinggymnasiums im westlichen Ringgebiet.

„Die Kemenate an der Hagenbrücke ist ein perfektes Beispiel dafür, was für die Jury letztlich entscheidend ist. Bauherr und Architekt – in diesem Fall die Stiftung Prüsse und das Büro OM Architekten – haben Hand in Hand die Restaurierung und den Neubau umgesetzt und das Gebäude dann auch noch der Allgemeinheit zugänglich gemacht“, zeigt sich Michael Peter, Vorsitzender des BDA-Bezirks Braunschweig, beeindruckt.

Peters sieht darin auch einen Trend, der sich derzeit in der Architektur durchgesetzt hat: Nämlich innerstädtischen Baubestand aufzuwerten, Lücken zu schließen, Alt und Neu zu verbinden. „Die Zeiten, in denen es die Leute aufs Land zogen, sind vorbei. Städte sind als Lebensort wieder hochattraktiv geworden. Viertel werden deshalb auch mehr und mehr nachverdichtet wie das Beispiel St. Leonhards Garten zeigt“, erläutert Peter.

Die Ausstellung in der Hagenbrücke 5 kann bis zum 15. Juli Dienstag bis Samstag von 11 bis 17 Uhr und Sonntag von 12 bis 17 Uhr besichtigt werden.
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