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Als Häuptling Rote Wiese fest im Sattel

Die beiden mögen sich: „Kleiner Onkel“ und Arne Stephan sind ein eingespieltes Team. Foto: Jonas Dräger

Schauspieler und Musicaldarsteller Arne Stephan sprach mit NB-Mitarbeiter Jonas Dräger über Braunschweig und seine Karriere.

Von Jonas Dräger, 18.04.2017.

Braunschweig. Die RTL-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ machte ihn bundesweit bekannt. In Braunschweig konnte sich das Publikum im Wintertheater von Arne Stephans schauspielerischen und musikalischen Künsten überzeugen. Seit dem vergangenen Jahr ist der 34-Jährige zudem im Braunschweig-Western „Spiel mir das Lied vom Löwen“ zu sehen, der in diesem Jahr unter dem Titel „Der Löwe ist los“ in die zweite Runde geht.

Am Wochenende nutzt der gebürtige Buchholzer das schöne Wetter, um im Querumer Reit- und Therapiezentrum ein paar Runden auf seinem Pferd „Kleiner Onkel“ zu drehen. Reiterfahrungen hatte er vorher kaum. „Ich bin offen für alles, liebe Abenteuer und Herausforderungen“, gesteht Stephan und lobt Trainerin Friederike Bewig. Keiner der Schauspieler ist bisher vom Pferd gefallen. Doch bei den ersten Versuchen hatte auch er einen gewissen Respekt vor den Tieren. Mittlerweile stimmt die Chemie zwischen ihm und „Kleiner Onkel“.

Für Cats und das Phantom der Oper musste er lediglich auf seine Stimme achten und sich auf der Bühne bewegen. Jetzt kam ein Pferd hinzu. „Für uns Erwachsene ist das Reiten hier irgendwie auch eine Therapie vom Alltag. Wir genießen das richtig“, schwärmt der Wahlberliner.

Das entspannte Arbeiten ist Stephan besonders wichtig. Nachdem er mit Cats ein Jahr auf Europatour war, bekam er 2006 die Gelegenheit bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mitzuspielen. „Ich war müde immer umherzuziehen, hatte Lust auf eine neue Herausforderung und bin da vielleicht auch etwas naiv rangegangen“, erklärt er. Denn plötzlich war es mit der Ruhe vorbei. Knapp sechs Millionen Menschen verfolgten die Serie damals täglich. Stephan wurde auf der Straße erkannt, ein bis dato nicht erlebter Presserummel begann. „Für mich war es trotzdem nur ein Job. Vom großen Durchbruch möchte ich da nicht unbedingt sprechen“, sagt er.

2008 stieg er wieder aus, ist gelegentlich im TV zu sehen, ist Synchronsprecher, bevorzugt aktuell aber weiterhin die Theaterauftritte.

Eher zufällig kam er zur „Braunschweiger Weihnachtsgeschichte“. „Ich hatte von einer neuen Produktion mit der Jazzkantine gelesen. Die suchten einen Sänger und Schauspieler, also habe ich die einfach mal angeschrieben“ lautet die kurze Erklärung. Die Chemie zwischen Stephan und dem Rest des Teams stimmte direkt. „Es ist völlig verrückt, dass wir es dieses Jahr zum siebten Mal spielen. Es war keinem bewusst, dass es so ein riesiger Erfolg wird“, gibt er zu.

Das Team wird zur großen Familie


Mittlerweile trifft sich die Crew für das Wintertheater erst zwei Tage vor Beginn. Das Stück hat sich bei allen Aktiven fest im Kopf eingebrannt. Arne Stephan ist voll des Lobes für Peter Schanz und die Jazzkantine. „Es ist etwas Besonderes, dass hier so verrückte Sachen gewagt werden, auf so einem wahnsinnig hohen Niveau, mit grandiosen Musikern und tollen regional angepassten Ideen“. Denn genau das wünscht sich der gelernte Musicaldarsteller. Mehr Wagnis bei Bühnenproduktionen und auch im Fernsehen. Nicht nur „den alten Käse wiederaufnehmen“.

Die Braunschweiger Weihnachtsgeschichte und das Westernstück „Spiel mir das Lied vom Löwen“ sind ganz nach seinem Geschmack.
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