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„Alle denken jetzt an Bethlehem“

In der Stadt, in der Jesus zur Welt kam, hat das Krippenschnitzen eine lange Tradition

Von Marion Korth, 20.12.2009

Braunschweig. Nur noch heute und morgen, dann packen Sami Abu-Ata und seine Frau Samar ihre Sachen, um zurück in ihre Heimatstadt Bethlehem zu fliegen. Dann allerdings mit leichterem Gepäck als bei der Hinreise. Jedes Jahr kommen die beiden nach Braunschweig, um im Dom ihre aus Olivenholz geschnitzten Krippen zu verkaufen.

„Die christlichen Familien leben davon“, sagt Sami Abu-Ata. Er selbst schnitzt nicht mehr, aber er könnte es. Auch in seiner Familie wird diese Tradition seit Generationen gepflegt. Zu Hause hat er deshalb eine sehr, sehr alte Krippe stehen – und auch einen echten Tannenbaum. Allerdings nicht ganz so groß wie der in der Geburtskirche in Bethlehem, der 20 Meter hoch sei.
Gefeiert wird mit der ganzen großen Familie daheim bei den Eltern. Der Gottesdienstbesuch ist wichtig und gehört unbedingt dazu. Aber einen großen Unterschied zur Weihnachtszeit in Deutschland gibt es dann doch: „Hier ist es wirklich kalt.“
Auf die aktuelle Lage in Palästina angesprochen, schaut er traurig. Besser sei nichts geworden, eher schlimmer. Er spricht von der Mauer in seiner Stadt. Sichtbares Zeichen für den Konflikt mit Israel. Die Krippen sind dagegen ein Hoffnungszeichen. „Alle denken an Bethlehem in dieser Zeit“, sagt Sami Abu-Ata.
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