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Abgestaubt und frisch poliert

Gaben erste Einblicke in die neue Skulpturengalerie des Herzog-Anton-Ulrich-Museums (v.l.): Dr. Regine Marth, Abteilungsleiterin für Skulpturen, Alte und Außereuropäische Kunst, und Museumsdirektor Professor Dr. Jochen Luckhardt. Im Hintergrund die Büste von Homer. Fotos: Birgit Leute

Ungebautes Herzog-Anton-Ulrich-Museum bekommt erstmals eine Skulpturengalerie.

Von Birgit Leute, 15. Juli 2016.

Braunschweig. Jahrzehntelang lagerte er in einem Depot, jetzt steht Homer wieder frisch poliert und mit einem rosa Zettelchen um den Hals auf einer Säule. Der bärtige Dichter der Antike ist eines der Highlights, die das Herzog-Anton-Ulrich-Museum seinen Besuchern ab Oktober präsentiert, denn erstmals besitzt das Haus eine eigene Skulpturengalerie. Einige der wuchtigen Werke waren noch nie öffentlich zu sehen.

„Durch den Umbau gibt es deutlich mehr Ausstellungsfläche. Dadurch können wir jetzt auch unsere Buntmarmorbüsten oder auch die Büste von Königin Christina von Schweden präsentieren“, freut sich Kustodin Dr. Regine Marth. Beim Rundgang über die „Baustelle“ verrät sie im Anschluss mehr über Aufbau und Konzept der Galerie. Insgesamt sollen im zweiten Obergeschoss rund 100 Objekte zu sehen sein: Von der Ägyptensammlung über die griechischen und römischen Dichter und Denker bis zu Herzog Anton Ulrich höchstpersönlich – mächtig, eindrucksvoll und in blütenweißem Marmor. Dabei ist der Begriff „Skulptur“ betont weitgefasst, denn neben den Stein- und Bronzewerken so berühmter Künstler wie Bartolomeo Cavaceppi und Balthasar Permoser gibt es zum Beispiel auch Möbel aus Elfenbein. Außerdem zeigt das HAUM innerhalb der chronologischen Reihung einzelne Themenschwerpunkte wie Herrscherporträts, liegende Akte und Brunnenfiguren.
Ohne Glas
Besonders stolz ist das Museum auf die Art der Präsentation, denn viele der Figuren werden ohne störendes Glas gezeigt. „Wir haben uns bewusst gegen Vitrinen und für Inseln entschieden“, sagt Marth. Der Besucher solle die Chance erhalten, um die Figuren herumzuschlendern, sie also dreidimensional erleben und auch das Material näher betrachten zu können. Einzig die Elfenbein- und Holzobjekte werden durch Glas geschützt. Eine mutige Entscheidung in Anbetracht der engen Laufwege. „Die Skulpturen sind natürlich gesichert“, sagt Museumsdirektor Professor Dr. Jochen Luckhardt. Er freut sich über die Möglichkeit, mit der neuen Galerie auch einmal neue Wege beschreiten zu können.
Bis der Baukran fortgeräumt werden kann und alle Skulpturen auf ihren Stelen Platz gefunden haben, dauert es allerdings noch ein bisschen: Das Herzog-Anton-Ulrich-Museum wird erst am
23. Oktober feierlich wiedereröffnet.
Mehr unter www.3landesmuseen.de .
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