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43 Teams filmten um die Wette

Neunte Auflage des Braunschweiger Selbstfilmfest „Durchgedreht 24“ an diesem Wochenende.

Von André Pause, 17.07.2011

Braunschweig. „Drei, zwei, eins – auf geht’s in ein durchgedrehtes Wochenende“, schallt es am Freitagabend von der kleinen Bühne auf dem Kohlmarkt. Klappe für das neunte Braunschweiger Selbstfilmfest „Durchgedreht 24“.

Räkelten sich viele Teilnehmer eben noch entspannt in den aufgestellten Liegestühlen, strömen sie nun in alle Himmelsrichtungen auseinander. 43 Teams haben sich dieses Mal angemeldet. „Damit sind wir total zufrieden. Bis zu 50 Teams hätten maximal mitmachen können“, erzählt Kristina Branz vom Presseteam Durchgedreht 24. Der Name des Festivals offenbart bereits, worum es geht: 24 Stunden haben die Filmcrews Zeit einen eigenen Kurzfilm zu drehen. Die Krux dabei ist, dass drei Begriffe aus vorgegebenen Blöcken im Film visualisiert werden müssen, und dass das Material nicht geschnitten werden darf. „Den Speicherkartenslot oder das Kassettenfach versiegeln wir, damit sichergestellt ist, dass kein Team die Möglichkeit hat, am Computer zu arbeiten oder vorzuproduzieren“, sagt Branz. Deshalb seien auch Smartphones tabu, obwohl digitale Geräte an sich im neunten Jahr erstmals zugelassen sind.
Ein Team, das sich der Herausforderung stellt, hat sich den Namen „Lost and Found“ gegeben. Dahinter verbergen sich Rosa Müller, André Cramer und Andreas Staegel. Cramer war schon öfter dabei, mag die Atmosphäre. „Manche Teams kommen immer wieder und machen auch ganz gute Sachen, bei manchen wundert man sich schon, wenn sie mal nicht dabei sind“, meint der HBK-Student. Eine Story haben sich die drei auch schon überlegt. „Wir hatten die Idee, eine Geschichte über eine Superheldin zu machen, die es nicht hinbekommt und ihrer Rolle daher nicht nachkommen kann. Da ihr der Lebenssinn abhandenkommt, macht sie dann Schluss“, skizziert Müller lächelnd. Als die Begriffe bekanntgegeben werden, reiben sich alle im Team genüsslich die Hände: „Actionfigur“, „Goldfinger“ und „So viel Stress, nur um die Welt zu retten!“, um nur eine mögliche Kombination zu nennen, erscheinen wie maßgeschneidert für ihren Plot. Bis ein Uhr Nachts dreht die Gruppe, am Sonnabendnachmittag ist bereits ein Großteil im Kasten. „Ein wenig schlapp bin ich jetzt doch“, gesteht André Cramer wenige Stunden vor der Abgabe.
Ob es für das Team und die gescheiterte Superheldin schließlich zu einem Preis reicht, entscheidet sich am heutigen Sonntag. Bereits um neun Uhr findet das öffentliche Screening in der Aula der HBK statt. Die Gewinnerfilme werden dann um 21 Uhr im C1 Cinema auf großer Kinoleinwand gezeigt und prämiert.
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