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Yoga – ohne Guru, aber mit Okerflair

Fernöstliche Entspannung einmal anders: „Yoga am Strand“ in der Okercabana – Eine Stunde Stretching im Sand

Von Birgit Leute

Braunschweig. Einatmen, Ausfallschritt, Ausatmen. Na gut: Die Arme sind nicht ganz gestreckt, mit der Balance hapert es im tiefen Sand, aber Braunschweig ist nicht Bombay, und wir sind keine biegsamen Inder. Yoga-Stunde in der Okercabana.

Marion gehört zu den Älteren in der Gruppe. Seit Jahren hat sie Probleme mit den Schultern und hofft auf Linderung. „Sobald ich Stress habe, verspanne ich mich dort“, sagt die 52-Jährige und massiert ihren Nacken. Bei anderen melden sich die Bandscheiben oder die Hüfte.
Für sie alle hat Yoga-Lehrer Marcus Wolter die Lösung. Freundlich lächelnd steht der 42-Jährige in rosa Hemd und bequemer Hose in der Mitte und verspricht: „Wir werden jetzt innerlich loslassen, uns 40 Minuten dehnen und hinterher ganz entspannt sein.“
Für die Entspannung sorgt schon einmal das Ambiente. Von der Bar der Okercabana weht leise Chill-out-Musik herüber, der weiße Sand des Volleyballfeldes rieselt angenehm kühl durch die Zehen. Dafür sind die 19 Teilnehmer hierhergekommen, dafür stehen sie jetzt im Kreis – trotz heftigem Wind und der einen oder anderen Regenwolke. „Einfach mal raus aus der Stadt und Braunschweig von einer anderen Seite kennenlernen“, bringt es Marion auf den Punkt.
Und damit keiner überfordert wird, hat Marcus, ausgebildeter Yogalehrer seit 1995 und so gar nicht der Typ eines Gurus, die Yoga-Light-Version gewählt: Keine akrobatischen Verrenkungen, sondern Dehnübungen mit ungewohnten Namen wie „Hund“ und immer wieder „Atmen, Atmen“. „Nicht die äußere Haltung ist wichtig, nicht das Zur-Schau-Stellen, sondern die innere Einstellung, das Loslassen“, ist sein Credo. Im Vorbeigehen korrigiert er die Haltung, schaufelt fürsorglich etwas Sand unter den Nacken, wenn die Rückenlage zu unbequem wird.
Am Ende liegen alle Teilnehmer relaxt auf den mitgebrachten Matten – bei den alten Yogahasen sinkt nach kurzer Zeit entspannt der Kopf zur Seite, andere zwinkern noch ein bisschen mit den Augen; sie finden nicht so schnell zur Ruhe.
„Herrlich“ resümiert Florian, einziger Mann der Gruppe. Yoga – klar, das kennt der 37-Jährige, aber draußen im Sand, „ist das ein ganz neues Gefühl“, sagt er und ist sicher: „Beim nächsten Mal bin ich auch wieder dabei.“
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