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„Wollen betroffen machen“

Präventionsveranstaltung „Stille“ von Polizei und Verkehrswacht.

Von Andre Pause, 15.04.2012.


Braunschweig. Ein Sarg, 59 Fahrradwracks auf Feldbetten und 377 rotgetünchte Handschuhe symbolisierten am gestrigen Sonnabend auf dem Kohlmarkt die Zahlen aus der Unfallstatistik des Jahres 2011 für Radfahrer in Braunschweig. Initiiert hatte die Aktion die Polizeiinspektion Braunschweig gemeinsam mit der Verkehrswacht.

Die Zahlen stehen in der Reihenfolge für getötete, schwer- sowie leicht verletzte Personen. „Wir möchten mit der Aktion einen neuen Weg der Prävention beschreiten, der dabei hilft, die Unfallzahlen zu senken“, sagte Polizeihauptkommissarin Ines Fricke. Dazu gehöre auch, Betroffenheit beim Betrachter zu erzeugen. Die Zahl der in Unfälle verwickelten Fahrradfahrer ist 2011 im Vergleich zum Vorjahr von 581 auf 749 gestiegen. Immer öfter stoßen die Radler beispielsweise durch das Fahren auf der falschen Seite auch untereinander zusammen, so Fricke. „Knapp 60 Prozent der in Verkehrsunfällen im Stadtgebiet zu Schaden gekommenen Fahrradfahrer tragen zumindest eine Teilschuld“, berichtete Polizeihauptkommissarin Ines Fricke. Die häufigsten Unfallursachen waren laut Polizeistatistik das Nutzen der falschen Fahrbahnseite (die Anzahl der hierdurch hervorgerufenen Unfälle stieg im Jahresvergleich 2010/2011 von 110 auf 166), unübersichtliche Situationen an Grundstücksausfahrten (von 32 auf 53), das Missachten der Vorfahrtsregelung (von 37 auf 60) sowie das Fahren unter Alkoholeinfluss (von 31 auf 45). Viele Passanten machten halt am Fahrradlazarett auf dem Kohlmarkt, informierten sich, kamen mit anderen Passanten ins (Streit-)Gespräch. „Es ist überragend, wie positiv die Rückmeldung der Besucher war“, zog Claudia Fricke eine zufriedene Bilanz.
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