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Wo sollen die Trams fahren?

Für die Weiterführung der M3 nach Volkmarode-Nord liegt eine Bewertung bereits vor. Die Wirtschaftlichkeit konnte bisher nicht nachgewiesen werden, sie soll jetzt noch einmal im Gesamtzusammenhang untersucht werden. Foto: Ammerpohl

Stadtbahnausbaukonzept: Verwaltung schlägt sechs Korridore zur weiteren Prüfung vor.

Von Andreas Konrad, 02.12.2014.

Braunschweig. Die Verwaltung hatte im vergangenen Jahr die Öffentlichkeit aufgerufen, Vorschläge für einen Ausbau der Stadtbahn zu machen (wir berichteten). Davon wurde reger Gebrauch gemacht – jetzt hat die Stadt die zweite Bearbeitungsstufe der über 220 Ideen abgeschlossen.

Als Ergebnis schlägt die Stadtverwaltung dem Rat zur Sitzung am 16. Dezember vor, folgende sechs mögliche Stadtbahnkorridore auf ihre Wirtschaftlichkeit und die Fördermöglichkeiten detailliert zu prüfen: Die sogenannte Campusbahn (Nördliches Ringgebiet – Querum) und Westliche Innenstadtstrecke, die Strecken Salzdahlumer Straße – Heidberg, Helmstedter Straße – Lindenberg – Südstadt – Mascherode, die Route Radeklint – Rudolfplatz – Lehndorf – Kanzlerfeld und außerdem die Verlängerung der M3 nach Volkmarode-Nord.
Sofern der Rat den Empfehlungen der Verwaltung folgt, beabsichtigt diese, in 2015 gemeinsam mit der Verkehrs-GmbH, einem Fachbüro und unter Umständen weiteren Beteiligten für das Stadtbahnausbaukonzept eine Bewertung durchzuführen, um unter wirtschaftlichen Aspekten eine abschließende Reihenfolge der Teilprojekte zu ermitteln und für die betrachteten Korridore die jeweils wirtschaftlichste Trasse zu bestimmen. Auch mit dem Land habe es bereits erste Kontakte gegeben, teilte die Stadt mit. Ziel sei eine Vereinbarung über die Förderung.
Stadtbaurat Heinz Leuer betonte, der angestrebte Ratsbeschluss sei noch keine Entscheidung, eine der genannten Strecken tatsächlich zu bauen. Darüber entscheide der Rat erneut, wenn die jetzt angeschobenen Untersuchungen konkrete Ergebnisse gebracht hätten. „Wir haben jetzt mögliche Strecken ausgewählt, von denen wir meinen, dass sie umsetzbar wären, und für die es unserer Einschätzung nach einen Bedarf gibt. Ob diese Korridore dann am Ende tatsächlich zum Bau vorgeschlagen werden und gegebenenfalls mit welchem Verlauf und welcher Länge, ist noch offen. Dies ist ein längerfristiger Prozess, zumal wir vermutlich ohnehin nicht mehrere Strecken zugleich bauen würden. Planung, Entscheidung und mögliche Umsetzung des jetzt angestoßenen Prozesses sind eine Sache von einer, wenn nicht von zwei Dekaden.“
Leuer betonte weiter, das Stadtbahnausbaukonzept werde kontinuierlich mit der Verkehrs-GmbH und dem Zweckverband Großraum Braunschweig abgestimmt. Es sei entscheidend, dass städtischer und regionaler ÖPNV gut aufeinander abgestimmt seien, insbesondere mit Blick auf die Pendler in der Region. Der Zugang zu überörtlichem ÖPNV, Regionalbussen und -bahnen, müsse vom Netz in der Stadt Braunschweig weiter gut ermöglicht werden.
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