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Willkommen in Braunschweig

Baubeginn für neue Jugendherberge.

Von Marion Korth, 10.08.2011

Braunschweig. Der offizielle Spatenstich setzte gestern den Schlusspunkt unter eine „lange Geschichte“: Nachdem 2004 das Jugendgästehaus geschlossen hat, bekommt Braunschweig eine neue Jugendherberge.

Das Haus mit 180 Betten soll Ende nächsten Jahres, spätestens aber Anfang 2013 eröffnet werden, kündigte Michael Auditor, Vorsitzender des Landesverbandes Hannover des Deutschen Jugendherberswerkes an.
Sieben Millionen Euro wird der Neubau an der Wendenstraße/Ecke Geiershagen kosten. Die Stadt legt sich für das Projekt mächtig ins Zeug: Außer drei Millionen Euro stellt sie das Grundstück zur Verfügung und finanziert die Kosten für eine Zuwegung. „Dafür gebührt der Stadt größter Dank“, sagt Auditor.
Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann bezeichnete die Jugendherberge als einen Baustein, um die überregionale Ausstrahlung Braunschweigs und die Attraktivität der Stadt als Ausflugsziel zu erhöhen.
Die dunklen Wolken am Himmel zogen gestern Nachmittag vorbei. Wenn das kein gutes Zeichen für Braunschweigs neue Jugendherberge ist. Das Deutsche Jugendherbergswerk baut die Jugendherberge und wird sie später betreiben. Gerechnet wird mit 30 000 bis 35 000 Übernachtungen jährlich. In Hannover, das Haus dort hat 20 Betten mehr als der Neubau in Braunschweig haben wird, sind es gut 10 000 mehr. Braunschweig als Standort aber ist höchst attraktiv. Michael Auditor, Vorsitzender des DJW-Landesverbandes, sprach von einem „weißen Fleck in einer wunderschönen Stadt, die viel zu bieten hat“.
Der Wunsch, besonders Jugendlichen, Schülern wie Studenten und Familien eine preisgünstige Übernachtungsmöglichkeit zu bieten, besteht schon lange. „Erst war das Geld nicht da, dann haben wir das passende Grundstück gesucht“, sagte Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann gestern beim offiziellen Spatenstich. Zwischenzeitlich war auch ein Bau auf dem Gelände des früheren FBZ im Bürgerpark im Gespräch gewesen.
Das Grundstück Wendenstraße 30, auf dem die neue Jugendherberge jetzt gebaut wird, bringt alle Voraussetzungen mit: Es ist innenstadtnah, hat die Straßenbahnhaltestelle praktisch direkt vor der Tür und ist schön gelegen. Erfreulich sei auch, dass eine bislang bestehende Baulücke nun an zentraler Stelle geschlossen werde. Das neue Gebäude werde im Umfeld des Inselwallparks städtebaulich einen anspruchsvollen Akzent setzen.
In einem vorangegangenen Wettbewerb hatte der Entwurf des Büros „Architekten drei+“ aus Hannover am meisten überzeugt. Der dreiecksförmige Kopfbau an der Wendenstraße wird der zentrale Anlaufpunkt mit Rezeption, kleinem Bistro und Freizeiträumen im Erdgeschoss werden. Das Haus mit 180 Betten hat ausschließlich Zwei- und Vierbettzimmer, die über jeweils eigenes Bad mit Dusche und damit über einigen Komfort verfügen werden.
Die Idee des Jugendherbergswerkes sei zwar 100 Jahre alt, aber noch immer jung, betonte Dr. Ursula Aumüller-Roske, die die Abteilung „Jugend und Familie im niedersächsischen Sozialministerium leitet. Rund eine Million Euro steuern Land und Bund an Fördermitteln bei.
Die Braunschweiger selbst werden zwar nicht in der neuen Jugendherberge übernachten, aber vielleicht ihre Freunde und Verwandte. In jedem Fall sieht Oberbürgermeister Hoffmann den Neubau als Investition in die Kinder- und Familienfreundlichkeit der Stadt und auch in den Wirtschaftsstandort Braunschweig.
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