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Widerworte – inklusives Schreib- und Lesefestival

 

Schreibworkshops und Lesungen:

Freiwilligenagentur setzt sich für Gleichstellung ein im Projekt
„Widerworte – inklusives Schreib- und Lesefestival“

(Fotos: Wolfgang Altstädt Nr. 1+2 / Oliver Ding Nr. 3 + 4)

Das Erste inklusive Schreib- und Vorlesefestival „Widerworte“ war ein voller Erfolg! Organisiert von der Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport e.V. und gefördert von der Aktion Mensch bildete sich unter der Leitung des Braunschweiger Schriftstellers Axel Klingenberg ein ungefähr zehnköpfiges Organisationsteam, dem mehrere Menschen mit Erfahrung in der Behindertenpädagogik und/oder solche, die selber schwerbehindert sind, angehörten. Die Mitglieder des Orga-Teams übernahmen – je nach persönlicher Neigung – unterschiedliche Aufgaben, zum Beispiel in der Jury oder als Dozentinnen.

Unter anderem wurde Kontakt zu verschiedenen lokalen Behinderteneinrichtungen aufgenommen, zum Beispiel zum Behinderten-Beirat, zur Lebenshilfe, zum Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte, zur Hans-Würtz-Schule, zur Oswald-Berkhan-Schule, zum Sozialverband Deutschland und zur Evangelischen Stiftung Neuerkerode. Insbesondere die Zusammenarbeit mit den letzten beiden Einrichtungen war sehr hilfreich bei der Werbung für das Festival und für die Teilnehmer-Akquise.

Dankenswerterweise wurde das Festival auch durch die Schwerbehindertenvertretung der Ostfalia – Hochschule für angewandte Wissenschaften, durch die Volkshochschule, die Ortsbücherei Querum, den Guten Morgen-Buchladen und das Haus der Kulturen unterstützt, unter anderem durch das Zur-Verfügung-Stellen von Räumlichkeiten. Auch zur örtlichen Literaturszene (sowohl zu einzelnen Autorinnen und Autoren, als auch zu mehreren Verlagen) konnten die bestehenden Kontakte ausgebaut werden. Als besonders fruchtbar erwies sich wieder die Kooperation mit dem am Staatstheater ansässigen Poetenkollektiv LoewenMaul, mit dem zusammen am 18. April ein außerplanmäßiger Auftaktworkshop durchgeführt wurde.


Bei dem darauffolgenden Wochenendworkshop unter dem Motto „Die Zukunft und ich“ stießen weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen hinzu, unter anderem eine transsexuelle Frau. Besonders die Evangelische Stiftung Neuerkerode zeigte sich engagiert und übernahm den Fahrdienst für ihren Bewohner Holger Denecke. Insgesamt beteiligten sich 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Schreibwerkstätten, ungefähr ein Drittel mit geistigen, körperlichen und psychischen Behinderungen oder Migrationshintergrund. Erfreulich ist, dass sich sehr viele Jugendliche und junge Erwachsene an den Workshops beteiligten, darunter sehr viele Mädchen und Frauen.


Neben der üblichen Pressearbeit erwies sich die virale Werbung in den sozialen Netzwerken und über Blogs als sehr hilfreich. Der Sozialverband Deutschland bewarb das Festival nicht nur in seiner Webpräsenz, sondern auch in seiner Mitgliederzeitschrift. Auch Radio Okerwelle erwies sich wieder einmal als ein zuverlässiger Partner.

Nach den Workshops im April folgten Anfang Mai weitere öffentliche Veranstaltungen, darunter eine Lesung im Guten Morgen-Buchladen, an der 30 Menschen teilnahmen, eine Schreibwerkstatt in der Ortsbücherei Querum und die Abschlussfeier im Haus der Kulturen, bei der das Jury-Mitglied Ninia La Grande – eine bundesweit bekannte Bloggerin, Slammerin und Fernsehmoderatorin – das Rahmenprogramm bestritt.

(Text: Axel Klingenberg / Oliver Ding)
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