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Wetter spielte dieses Mal mit

14 000 Besucher sahen das zweite Braunschweiger Drachenbootrennen im Hafen

Von Jens Radulovic

Braunschweig. „Hafenpiraten“, „Okerdrachen“ und „Der rote Blitz“ hießen unter anderem die Protagonisten beim zweiten Braunschweiger Drachenbootrennen. Unter den Augen von gut 14 000 Besuchern paddelten 33 Mannschaften im Hafenbecken um Pokale.

Der Wettergott meinte es gut mit den Hobbyathleten: Entgegen aller Prognosen blieb es trocken. Nass wurden trotzdem viele der Drachenbootpaddler, denn im Eifer des Gefechtes schwappte schon einmal eine Ladung Wasser von einem Ruder auf den Hintermann.
Für viele Sportler war die Teilnahme eine Premiere. „Ich habe noch eine Badehose drunter, für alle Fälle...“, ließ Bernd Gutmann seine Mannschaftskameraden vom Braunschweiger Tanz-Sport-Club wissen. „Ich habe noch nie in so einem Boot gesessen“, verteidigte er anschließend die Maßnahme, „aber das wird schon Spaß machen, auch wenn wir untergehen.“ Dieses Misstrauen in die eigenen Fähigkeiten erwies sich jedoch als unnötig: Die BTSC-Tänzer gingen nicht nur nicht baden, sondern wurden in ihrem Vorlauf Zweiter und belegten am Ende einen respektablen zwanzigsten Platz.
Andere Mannschaften gingen das Rennen optimistischer an: „Uns schlägt Ceiner“ ließen beispielsweise die Volleyballer vom USC durch ihren Bootsnamen wissen – und verloren gleich ihren ersten Lauf. „Der Bootsname ergab sich aus unserem Vereinskürzel“, wollte sich Teamkapitän Ingo Zech allerdings nicht am Bootsnamen messen lassen.
Auch das Rahmenprogramm hatte einiges zu bieten: Zwei Radiomoderatoren unterhielten die Besucher zwischen den Renndurchläufen, und Karussells und eine breite Palette an Gastronomiegeschäften luden zum Verweilen und Ausspannen ein. Abends sorgte die Coverband „7daze“ dafür, dass die Besucher den Tag mit Livemusik ausklingen lassen konnten.
Das ließ sich auch die lokale Sportprominenz nicht entgehen: „Letztes Jahr war ich als Trainer von Dinamo Tiflis in Georgien, aber dieses Mal wollte ich mir das Rennen auf keinen Fall entgehen lassen. Natürlich war ich vorher noch wählen“, erzählte Rainer Zobel, Ex-Spieler von Bayern München.
Die Neuauflage des Drachenbootrennens brachte einige Veränderungen mit sich: Die Wettkampfstrecke wurde vom Kanal ins ruhigere Hafenbecken verlegt. Eine Tribüne sorgte für freie Sicht auf das Geschehen. „Durch den Umzug vom Kanal in den Hafen konnten wir den Zuschauern eine deutlich bessere Sicht und den über 700 Sportlern mit den Pavillons bessere Bedingungen bieten“, zeigte sich Rolf Kalleicher, Vorstandsmitglied der veranstaltenden Braunschweiger Baugenossenschaft (BBG), mit dem neuen Veranstaltungskonzept zufrieden.
Andreas Gehrke, BBG-Marketingleiter, ergänzte: „Wir bedanken uns bei allen Sponsoren, Medienpartnern und Mannschaften, die dazu beigetragen haben, dass diese Veranstaltung so positiv umgesetzt werden konnte.“
„Wir haben beschlossen, das Drachenbootrennen zu einem regelmäßigen Event zu machen und haben vom Hafenbetreiber bereits die Zusage erhalten, wieder das Hafenbecken nutzen zu können“, machte Kalleicher klar, dass die Erfolgsgeschichte eine Fortsetzung finden wird.
Weitere Fotos vom diesjährigen Drachenbootrennen finden Sie im Internet unter www.neue-braunschweiger.de.
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