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Wertschätzung des Lebensumfeldes

15 560 Bürger sorgten im Rahmen der „Aktion Stadtputz 2016“ für Sauberkeit in der Stadt

Von André Pause, 12.03.2016

Braunschweig. Ein bisschen durchgefroren sahen sie aus, aber auch zufrieden, die Teilnehmer der „Aktion Stadtputz 2016“ auf dem Boot der Stadtentwässerung Braunschweig am Samstagvormittag. Das Team um deren Geschäftsführer Andreas Hartmann kümmerte sich traditionell um die Okerufer südlich des Eisenbütteler Wehres, während die Kanugruppen von RSV und KC den nördlichen Bereich abfuhren.

„Zwei Stunden waren wir unterwegs, vom Wehr okeraufwärts bis zum Abenteuerspielplatz Melverode. Das höchste Müllaufkommen hatten wir im Bereich des Autobahnkreuzes, hauptsächlich Verpackungsmüll“, sagte Hartmann nach der Tour. Aber auch viele Flaschen und Tüten zogen die Sammler aus den Böschungen. Der skurrilste Fund seines Teams: eine Klobürste.

Wieder an Land, wurden die Teilnehmer von Ulrich Markurth begrüßt. Der Oberbürgermeister machte sich als Schirmherr der Aktion an mehreren Stellen im Stadtgebiet ein eigenes Bild und dankte den Sammlern für ihren Einsatz: „Eine saubere Stadt sorgt für mehr Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Auch das ist Wertschätzung unserer Stadt und unseres Lebensumfeldes. Das fällt auch Gästen von außerhalb auf.“

Unzählige Gruppen von Nachbarschaften, Familien, Vereinen oder Unternehmen, so Markurth, seien unterwegs gewesen. „Das stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl.“ Bereits am Freitag hatten sich 11 400 Schüler und Kita-Kinder im Rahmen des Schulputztages um die Sauberkeit im Umfeld ihrer Gebäude gekümmert. An beiden Tagen zusammen haben sich 15 560 Braunschweiger am Stadtputz beteiligt und dabei wie in den Vorjahren zwischen 30 und 40 Tonnen Abfall, respektive Wertstoff, gesammelt. „Es sind etwas weniger Teilnehmer als zuletzt. Aufgrund der Kälte gab es doch einige Absagen von Kindertagesstätten und Schulen“, sagte Joachim Post, Leiter des Projekts „Unser sauberes Braunschweig“.

Bei der Abschlussveranstaltung am Samstagnachmittag auf dem Platz der Deutschen Einheit begrüßte Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer in Vertretung des Oberbürgermeisters die Gäste. „Abfälle müssen ordentlich entsorgt werden und gehören nicht in die Landschaft oder in die Oker. Es kostet kaum Aufwand, sich richtig zu verhalten. Der Stadtputztag macht Kindern wie Erwachsenen Jahr für Jahr deutlich, dass es um eine Frage der Einstellung geht. Ich freue mich, dass sich so viele beteiligen. Wer einmal gesammelt hat, tut sich in Zukunft sicherlich schwerer damit, Sachen einfach so wegzuschmeißen.“

Im Rahmen der großen Abschlussfeier auf dem Platz der deutschen Einheit überreichte Silvester Plotka von der Braunschweigischen Sparkassenstiftung an Leuer einen Scheck in Höhe von 11 400 Euro, die nun den teilnehmen Schulen und Kitas zugutekommen. Die Stiftung hatte für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer am Schulputztag einen Euro gespendet.
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