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Wasserwelt klar zum Entern

Das war die Idee der Architekten gewesen: Sie haben die Wasserwelt als Bindeglied zwischen städtischer Bebauung einerseits und Okeraue andererseits mit viel Glas konzipiert. Die freie Sicht hinaus ins Grüne kam bei den Besuchern gut an. Fotos: T.A.

Rund 7000 Besucher beim Tag der offenen Tür.

Von Marion Korth, 13.07.2014.

Braunschweig. „Trockenübung“ für die neue Wasserwelt: In Straßenschuhen und nicht barfuß und in Badesachen gingen die Braunschweiger gestern beim Tag der offenen Tür auf Entdeckungstour.

Der Zulauf war gewaltig. „Mit so einer positiven Resonanz haben wir nicht gerechnet“, sagte Anne Stalla, bei der Stadtbad GmbH zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Am späten Nachmittag hatten schon mehr als 6000 Menschen die Gelegenheit genutzt, das neue Badezentrum an der Hamburger Straße in Augenschein zu nehmen. Die Verlockung, gleich mal probeweise ins Becken zu springen, war groß, aber das Bade-Team musste niemanden aus dem Wasser fischen. Stattdessen wurden Hände prüfend ins Wasser gehalten, die Türen der Umkleideschränke auf- und zugeklappt, die Liegesessel zwischen den Becken ausprobiert, die „Kristallnebel“-
Sauna anerkennend gemustert.
Übungsleiter Salim Zeghdoud war vorher im Gliesmaroder Bad tätig, ihm gefällt sein neuer Arbeitsplatz. „Alles so neu und schön hier“, sagte er und erklärte den Besuchern, wie das mit dem Hubboden im Aktivbecken funktioniert. Zwischen 30 Zentimetern und 1,80 Metern Wassertiefe ist alles drin, ideal für Schwimmunterricht oder Aquatraining.
Stefan Schmidt ist mit seiner Familie gekommen, sein erster Eindruck: „Sehr nobel, sehr hell, man kann überall hinausschauen, das ist angenehm“, sagt er. Auch für die separaten und räumlich großzügigen Familienumkleiden vergibt er Pluspunkte, ein Minus für die Eintrittspreise, eine vergünstigte Familienkarte gibt es nicht. Das Zwei-Stunden-Badevergnügen würde die Schmidts mit ihren drei Kindern 21,70 Euro kosten. „Ganz schön viel“, meint der Familienvater.
Bei der offiziellen Eröffnung am Donnerstagabend hatte Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth die Wasserwelt „als große Bereicherung der Sport- und Freizeitangebote in Braunschweig“ bezeichnet. Er bedauerte, dass die Punktlandung bezüglich Fertigstellung und Kosten nicht gelungen sei. Neuplanungen und Verzögerungen bei der Auftragsvergabe haben die Gesamtkosten auf rund 32 Millionen Euro steigen lassen.
Der reguläre Badebetrieb beginnt am morgigen Montag um 8 Uhr, dann sollen die Braunschweiger wiederkommen – diesmal mit Badesachen.
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