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Vorfahrt für Kinder

Bürger in der Kieler Straße wünschen sich weitere Verkehrsberuhigung

Von Marion Korth

Braunschweig. „Hier wohnen viele Kinder“, sagt Ulrike Schelling. Stimmt. Beim Anwohnertreffen in der Kieler Straße sind die Kinder in der Überzahl, und die Erwachsenen wünschen sich für sie eine verkehrsberuhigte Zone zum Spielen.

BiBS und Grüne unterstützen diese Forderung und haben für die Sitzung des Bezirksrates Schunteraue am morgigen Montag den gemeinsamen Antrag auf einen „niveaugleichen Ausbau der Kieler Straße“ gestellt. „In Braunschweig sind verkehrsberuhigte Straßen immer auf einem Niveau, das heißt die erhöhten Bordsteine hier müssten weg“, erläutert Andree Hemmes. Von den Kosten her sei es egal, ob die Fahrbahn gepflastert oder geteert würde. „Roter Teer wäre gut, um das farblich abzusetzen“, meint Hemmes. Dann noch eine „Nase“ an der Straßeneinfahrt mit Baum drauf, Tempo zehn und fertig wäre die Straße, wie die Anwohner sie sich wünschen. In der Vergangenheit sind dafür auch schon einmal Unterschriften in der Kieler Straße und der Nachbarschaft gesammelt worden.
Der Augenblick für einen Umbau wäre günstig wie nie, sagen die Anwohner, denn aufgerissen wird die Straße ohnehin. Die Absperrgitter stehen schon, bis Oktober werden in der Kieler Straße Arbeiten am Gasnetz und an der Kanalisation ausgeführt. Wo gebuddelt wird, müssen BS-Energy beziehungsweise die Stadtentwässerung Braunschweig für die Kosten aufkommen, um die Fahrbahn wiederherzustellen. „Drei Meter sind damit kostenmäßig schon einmal gedeckt“, sagt Hemmes. Bleibt noch der Parkplatzstreifen sowie die Niveauangleichung offen. Hemmes hat hin- und hergerechnet und kommt auf 12 000 Euro, die die Stadt zahlen müsste, sowie 18 000 Euro Anwohneranteil für die Braunschweiger Baugenossenschaft, der die Häuser gehören.
Eine Rennpiste ist der Bereich an der Riekestraße schon jetzt nicht, Tempo 30 ist erlaubt. „Aber manche fahren doch schneller“, sagen die Mütter. Das Problem seien die parkenden Autos entlang der Straßen. Die Stellplätze werden zwar dringend gebraucht, aber wegen der parkenden Wagen sind die spielenden Kinder schlecht zu sehen. Zwei seien bereits angefahren worden – zum Glück seien beide Unfälle glimpflich ausgegangen.
Jetzt hoffen die Familien, dass sie auch bei SPD und CDU Zustimmung zu einer weiteren Verkehrsberuhigung finden. „Unser Wunsch ist Tempo zehn und dass wir mit der Stadt ins Gespräch kommen, um eine gute Lösung zu finden“, sagt Angelica Heintzmann.
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