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Vor Ort zu wenig Polizei?

Einbrüche im Süden nehmen wieder zu

Von Martina Jurk, 11.04.2010


Braunschweig. Die Einwohner der südlichen Stadtteile sind besorgt, fühlen sich unsicher und wünschen sich eine größere Polizeipräsenz vor Ort. 21 Mal ist seit Anfang des Jahres eingebrochen worden.

Damit setzt sich die Wohnungseinbruchsserie des vergangenen Jahres im Süden und Südosten Braunschweigs fort. Die Nähe zur Autobahn erleichtert den Tätern die Flucht. Das sieht auch die Gewerkschaft der Polizei Niedersachsens (GdP) als Achillesferse an. „Wir plädieren dafür, dass die Polizeistation Heidberg wieder rund um die Uhr besetzt wird“, sagt der stellvertretende Landesbezirksvorsitzende Dietmar Schilff. Im Zuge der Polizeireform 2004 wurde das Kommissariat IV am Thüringenplatz zu einer Station mit den Standorten Heidberg, Südstadt und Rüningen umorganisiert, die nur tagsüber besetzt sind. Schilff sieht für einen baldigen dauerhaften Streifendienst wenig Chancen. „Seit 2004 gibt es in Braunschweig 100 Polizisten weniger. Hohe Arbeitsbelastung und hoher Krankenstand sind die Folgen.“
Aufgrund der Zunahme von Wohnungseinbrüchen im Süden macht die mobile Beratungsstelle der Polizei am Donnerstag (15. April) von 10 bis 17 Uhr auf dem Erfurtplatz im Heidberg Station. Dort können sich die Bürger informieren, auch zu anderen Straftaten, und bekommen Tipps für mehr Sicherheit in Haus und Wohnung. Kriminalberater Peter Voiss bietet eine kostenlose Gefährdungsanalyse an und kommt nach Terminvereinbarung auch nach Hause. Er deckt eventuelle Schwachstellen auf.
Wieder mehr Einbrüche
Generelle Aufmerksamkeit – nicht nur im Süden von Braunschweig – rät Polizeisprecher Wolfgang Klages. Die Zahl der Einbruchsdelikte sei seit Jahresbeginn im gesamten Stadtgebiet steigend. 50 Einbrüche habe es allein im März gegeben, 33 im Januar und 29 im Februar.
Am helllichten Tag
Die Polizei beobachtet zwei Tätergruppen: die Zufallseinbrecher und die reisenden Täter, die vorher genau sondieren, wo es sich lohnt zuzuschlagen. „Die meisten Einbrecher kommen über Terrassen ins Haus und am helllichten Tag“, sagt Klages. Schrägstehende Fenster würden ebenfalls gern als Einstieg genutzt, herumstehende Gartengeräte oder Mülltonnen unterm Fenster dienten als Hilfsmittel. Der Rat der Polizei: eine gut funktionierende Nachbarschaft und ein sicheres Haus. Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet, sollte lieber einmal zuviel die Polizei rufen als zu wenig. „Damit haben wir auch schon Erfolg gehabt und Täter erwischt“, meint der Polizeisprecher.
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