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Tannenbäume werden zu Kompost

240 Tonnen Weihnachtsbäume landen im Abfallentsorgungszentrum Watenbüttel

Von Martina Jurk, 20.01.2010

Braunschweig. Es ist inzwischen ein stattlicher Berg geworden. Auf dem Alba-Gelände in Watenbüttel landen die ausrangierten Weihnachtsbäume. Noch bis Ende Januar werden Tausende von ihnen im gesamten Stadtgebiet eingesammelt.

Die Schweden machen ein Fest daraus: Die Bäume werden am St.-Knut-Tag aus der Wohnung oder aus dem Haus geworfen, aufgestapelt und öffentlich verbrannt. Damit ist das Ende der Weihnachtszeit besiegelt. Diese skandinavische Tradition findet auch in Deutschland immer mehr Anhänger. In Braunschweig allerdings schwört man auf eine ökologisch sinnvollere und nachhaltige Verwertung.
„240 Tonnen Weihnachtsbäume werden im Abfallentsorgungszentrum Watenbüttel in Kompost verwandelt“, sagt Alba-Sprecher Gerald Gaus. So wie der Bioabfall aus der grünen Tonne würden der Baum- und Strauchschnitt, und damit auch die Weihnachtsbäume in einer Vergärungsanlage auf dem Gelände der Freiflächenkompostierung landen. Die Tannenbäume werden vorher allerdings noch geschreddert, um den Kompostierungsprozess zu beschleunigen. „Das Material muss zerkleinert und aufgefasert werden. Das fördert den Abbau und die Zersetzung durch Mikroorganismen“, weiß Gaus.
Die Freiflächenkompostierungsanlage in Watenbüttel wird von der Braunschweiger Kompost GmbH (BKG), einem Unternehmen der Alba-Gruppe betrieben. Jährlich werden dort zirka 6500 Tonnen kommunaler Baum-, Strauch- und Grünschnitt aus Garten- und Parkanlagen angeliefert, rund 210 Tonnen davon sind Weihnachtsbäume. Daraus werden rund 4200 Tonnen Kompost hergestellt. Die gewonnene Komposterde wird seit 1993 von der BKG als Braunschweiger Kompost im Auftrag der Stadt Braunschweig vermarktet. „So kehren die früheren Weihnachtsbäume auf diesem Weg womöglich zurück in die Gärten“, meint Gerald Gaus.
Der Diplom-Agraringenieur erklärt, dass Kompostierung die natürlichste Form des Recyclings sei. Sie sorge für einen hervorragenden Bodenverbesserer und Dünger. Braunschweiger Kompost sei ein natürlicher Humus- und Nährstofflieferant für Böden und Pflanzen. Seine Anwendung verbessere die Bodenfruchtbarkeit und sei eine sehr gute Alternative zur mineralischen Düngung und zu Torf. „Braunschweiger Kompost ist ein gütegesicherter Fertigkompost.“

Service

Aufgrund der ständig steigenden Mengen an Bioabfällen durch die Ausweitung der grünen Bio-Tonnen im Stadtgebiet wurde das Konzept der Bioabfallkompostierung umgesetzt – eine Kombinationsanlage, die aus einer geschlossenen Vergärung für die nassen Anteile aus der Bioabfallsammlung und der Freiflächenkompostierung für die trockeneren Baum- und Strauchschnittabfälle besteht.
Der Braunschweiger Kompost ist erhältlich auf dem BKG-Gelände in Watenbüttel, Celler Heerstraße 335 B, zum Preis von acht Euro pro Kubikmeter.
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