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Subway eröffnet neu

Ab 1. Februar werden in zwei Restaurants wieder Sandwiches verkauft

Von Martina Jurk, 24.01.2010

Braunschweig. Subway-Sandwiches gibt es ab 1. Februar wieder in Braunschweig. Die Filialen der amerikanischen Kette in den Schloss-Arkaden und am Berliner Platz eröffnen etwas zeitversetzt neu. Es fehlt nur noch das offizielle Okay des Subway-Unternehmens. Gestern trafen sich ehemalige Mitarbeiter der drei Restaurants, die zum Ende des vergangenen Jahres dichtgemacht hatten (die nB berichtete), mit dem neuen Franchise-Nehmer.

„Die dritte Filiale wollen wir innerhalb eines Jahres eröffnen, allerdings nicht am Hagenmarkt“, sagte Reinhard Koch, der sich als „stiller Teilhaber“ bezeichnet. Betreiben wird die Restaurants sein Sohn André. Der 37-Jährige ist seit fünf Jahren Franchise-Nehmer und betreibt zwei Filialen in Nienburg an der Weser und in Hannover. Er ist Vorstandsmitglied eines internen Zusammenschlusses deutscher Subway-Filialbetreiber. „Wir wollen Braunschweig weiterentwickeln“, meinte Koch. Demnach werde es in den kommenden Jahren eine Expansion sowohl im Innenstadtbereich als auch in Randbezirken geben. „Angebote liegen uns bereits vor.“ Laut Koch sollen die meisten der bisherigen Mitarbeiter übernommen werden, darunter sind zwei Systemgastronomie-Auszubildende im dritten Lehrjahr. „Momentan entstehen 18 Arbeitsplätze“, so Koch. Allerdings hätten die Mitarbeiter noch keine feste Zusage. Alles würde jetzt auf das Signal des Unternehmens warten. Der Ruf von Subway sei nicht der beste, schätzt Reinhard Koch ein. „Das Image ist im Keller – noch“, betont der Investor. Das sei die Folge einer zu schnellen Expansion. Innerhalb von fünf Jahren hätte sich die Zahl der Filialen allein in Deutschland verachtfacht auf heute rund 800 Restaurants. Weltweit gibt es nach Information des Unternehmens mehr als 32 100 Stores.
In den vergangenen Monaten ist Subway vor allem deshalb in die Negativ-Schlagzeilen gekommen, weil Franchise-Nehmer und Mitarbeiter über katastrophale Bedingungen klagten. Auch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten kritisierte immer wieder Hungerlöhne und Maulkorberlasse für die zum größten Teil geringfügig Beschäftigten.
„Es ist viel schiefgelaufen“, so Koch, „aber das wird sich in Zukunft ändern.“ Inzwischen würde es Schulungen für die Mitarbeiter, Telefonkonferenzen mit dem Unternehmen, einen fachlichen Eignungstest der Lizenz-Inhaber und Richtwerte geben, an denen die Betreiber die Produktivität ihrer Läden ablesen könnten. „Das sind gut funktionierende Hilfen. Und Subway will sein ungebremstes Wachstum etwas zügeln“, glaubt Koch.
Dass der ehemalige Franchise-Nehmer der drei geschlossenen Braunschweiger Restaurants aufgegeben hat, kann Koch nicht nachvollziehen. Die Filialen am Berliner Platz und in den Schloss-Arkaden seien seines Wissens hochprofitabel gewesen. Bereits im Mai 2009 habe Koch Kaufinteresse bekundet. Als die Verhandlungen so gut wie abgeschlossen waren, sei er von der Insolvenz des Verkäufers überrascht worden.
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