Anzeige

Streit um Oktoberbier

Münchener wollen Wolters den Namen ihrer Spezialität verbieten


Braunschweig (mj). Seit mehr als 20 Jahren genießen die Braunschweiger Oktoberfestbier, das Mitte der 90er Jahre in Oktoberbier umbenannt wurde. Jetzt wollen die Münchner Brauereien dem Hofbrauhaus Wolters den Namen gänzlich untersagen. Ein juristischer Streit ist darüber entbrannt. Die traditionelle Bierspezialität von der Oker kommt in diesem Jahr trotzdem auf den Markt. Aber hinter den Kulissen der Brauerei herrscht getrübte Stimmung.

Gleich ein ganzer Verband – die Interessenvertretung Münchner Brauereien – behauptet, dass es nur ihren Mitgliedern erlaubt sei, Biermarken zu verkaufen, die sich als Oktoberbier bezeichnen. Verwechslungsgefahr mit nur von den Münchner Brauereien hergestellten Oktoberfest-Bieren, lautet die Begründung.
Bereits vor einigen Monaten wurde das Hofbrauhaus Wolters mit der Androhung einer einstweiligen Verfügung vom Münchener Verband aufgefordert, die Herstellung und den Vertrieb der ausschließlich in einem Teilgebiet von Niedersachsen und dem westlichen Sachsen-Anhalt verkauften Bierspezialität aus Braunschweig zu unterlassen. Den Braunschweiger Brauern ist es völlig unverständlich, warum ihre Kollegen aus München erst heute auf die Idee kommen, Wolters Oktoberbier stelle für sie eine Bedrohung dar. Sie wollen den Streit vor Gericht klären. Ausgerechnet Münchener Richter sollen im Oktober 2008 entscheiden, ob es Oktoberbier aus Braunschweig auch in Zukunft unter diesem Markenbegriff geben darf oder nicht. Mit seinem saisonbezogenen Bier wolle sich Wolters weder mit den bekannten Münchener Oktoberfestbieren vergleichen, noch mit seiner ausgesprochen regionalen Sorte dem Münchener Biergeschäft schaden. „Wir sind fest entschlossen, dafür zu kämpfen, dass das Oktoberbier aus Braunschweig auch weiter unter dem Namen verkauft werden kann“, so die Geschäftsleitung.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.