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Stadt: Bereit für den Winter

Bürger-Hotline bei extremem Wetter auch am Wochenende besetzt

Von Birgit Leute, 01.12.2010

Braunschweig. Die Stadt ist bereit: Mit einer Service-Hotline, regelmäßigen Lagebesprechungen und 600 Tonnen zusätzlichem Streusalz sehen die Verwaltung und Alba den kommenden Schneefällen gelassen entgegen

Bereits ab Mitte der Woche könnte es ernst werden. Der Deutsche Wetterdienst kündigt ab heute Schneefall an, der sich von Süden kommend auch in der Mitte Deutschlands ausbreitet. „Am Donnerstag könnte es dann bei uns akut werden“, erwartet Finanz- und Liegenschaftsdezernent Ulrich Stegemann.
Die Verwaltung hat aus den Beschwerden im vergangenen Winter Konsequenzen gezogen und „aufgerüstet“: So wurde beispielsweise eine Hotline für Fragen rund um den Winterdienst eingerichtet, die – ganz neu – bei extremen Wetterlagen auch am Wochenende besetzt ist.
Insgesamt stellt die Stadt 1,2 Millionen Euro für den Winterdienst bereit – 100 000 Euro mehr als in der vergangenen Saison.
Keine Veränderung bei den Straßen: Sie werden weiterhin nach Priorität geräumt. Die Anzahl der Radwege, um die sich der Winterdienst kümmert, hat sich allerdings verdoppelt. Außerdem werden Anlieger noch einmal an ihre Pflicht erinnert. „Was die Fußwege betrifft, gehört nur ein Bruchteil der Stadt“, unterstrich Stegemann. „Hier müssen die Hausbesitzer oder die Mieter Sorge tragen, dass der Bürgersteig auf der Breite ihres Grundstücks geräumt ist.“ Im vergangenen Winter hätte es viele Beschwerden wegen Schnee und Eis auf den Gehwegen gegeben.
Um die wichtigsten Fragen gleich im Vorfeld zu beantworten, hat die Stadt zusammen mit Alba einen Flyer erstellt, der in öffentlichen Stellen ausliegt und zudem in den kommenden Wochen mit der jährlichen Gebührenbescheinigung zur Straßenreinigung verschickt wird. Große Plakate auf Litfasssäulen und in Straßenbahnen machen noch einmal zusätzlich auf das Thema aufmerksam. „Wer nicht räumt, erhält von uns einen Erinnerungsbrief – sozusagen die ‚gelbe Karte‘, erklärt Andreas Gérard, Geschäftsführer der Alba. Helfe das nicht, folge die „rote Karte“ der Stadt in Form eines Bußgeldbescheides. Beschwerden können an die bereits eingerichtete städtische Hotline gerichtet werden. „Diese werden dann in Zusammenarbeit mit dem Ideen- und Beschwerdemanagement innerhalb von einem Tag bearbeitet“, verspricht Stegemann.
In der Lagebesprechung, die bei Winterwetter routinemäßig von der Verwaltung um 15 Uhr einberufen werde, kämen diese Probleme ebenfalls zur Sprache. Bei extremer Wetterlage, so Stegemann, fänden die Besprechungen auch am Wochenende statt. „Mit Rückblick auf die vergangene Saison kann ich verstehen, dass die Bürger am liebsten alle 2000 Straßen Braunschweigs von Schnee und Eis befreit hätten. Das würde aber bedeuten, dass auch die Abgaben erheblich steigen würden“, betonte der Dezernent.
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