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Sonnenschein beim Stadtputz

Viele fleißige Hände räumten Müll weg.

Von Birgit Leute, 27.03.11

Braunschweig. An die 17 500 Braunschweiger sorgten beim elften Stadtputztag dafür, dass der Müll dorthin kommt, wo er hingehört: in die Tonne.

Die Teilnehmerzahl lag damit leicht über dem Vorjahresergebnis. „Petrus meinte es dieses Mal gut mit den Sammlern“, sagte Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann bei der Abschlusskundgebung vor dem Rathaus. Entgegen den Wetterprognosen zeigte sich am gestrigen Sonnabend tatsächlich ab und zu die Sonne. Lange Unterhosen konnten deshalb zu Hause bleiben.
Apropos Unterhosen: Die Jugendfeuerwehr hatte sicher den kuriosesten Fund zu bieten. „Wir fanden den kompletten Inhalt eines Kleiderschrankes: Socken, Schlüpfer, Handtücher“, zählte Jugendwart Jens Schumann schmunzelnd auf.
Bereits seit einigen Jahren säubert er mit den Jugendlichen die Grünanlagen zwischen Eisenbütteler Wehr und Wolfenbütteler Straße. Überzeugungsarbeit? Nein, die müsse er nicht leisten. „Die machen gerne mit, egal ob es regnet oder die Sonne scheint“, deutet er auf seine 13- und 14-jährigen engagierten Helfer.
Auch André Quast und Lars Runge sind vom Sinn des Stadtputztages überzeugt. „Es ist unglaublich, was hier in den Büschen landet“, schüttelt Quast den Kopf über den Müll längs der Bundesallee. Gleich mit mehreren Familien hatte er sich am gestrigen Sonnabend zum Stadtputz verabredet. An der Bundesallee sammelt er schon zum dritten Mal. „25 bis 30 Säcke sind die Regel“, sagt er über die Müllmenge links und rechte der Straße Richtung PTB. Einige Kilometer weiter dankte Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann persönlich dem Siedlerverein Lehndorf für dessen Einsatz und brachte eine Palette Überraschungseier als „Nervennahrung“ mit. Die Mitglieder zählen zu den „Sammlern der ersten Stunde“. „Nicht immer fällt es den Älteren leicht – vor allem, wenn es kalt ist – , aber wir wärmen uns gegen Mittag traditionell bei Bratkartoffeln und Sauerfleisch wieder auf“, erzählt der Vorsitzende Winfried Räke.
Zwar lag die Teilnehmerzahl über dem Vorjahr, doch mit 17 500 deutlich unter den Rekordjahren von 2007 und 2008, bei dem rund 19 000 Bürger sammelten. Hoffmann sparte bei der Abschlusskundgebung auf dem Platz der Deutschen Einheit dennoch nicht mit Komplimenten: „Ein Dank an alle, die ihre Freizeit geopfert haben, um Müll aufzusammeln, den andere achtlos weggeworfen haben. Das ist echtes Bürgerengagement.“
Bereits am Freitag hatten Kitas und Schulen ihre Höfe und Spielplätze gesäubert. Die Braunschweigische Landessparkasse hatte ihr Engagement unterstützt und konnte Hoffmann einen Scheck über 12 500 Euro überreichen, die den Einrichtungen zugute kommt.
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