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So hat der Bach das gemacht

Weihnachtsoratorium für Kinder gestern im Dom – Kurzweilig und mit vielen Erläuterungen

Von Marion Korth, 12.12.2010

Braunschweig. Johann Sebastian Bach gab sich gestern persönlich die Ehre und erklärte Kindern im Dom sein „Weihnachtsoratorium“. Wer genauer hinschaute, erkannte Domkantor Gerd-Peter Münden im barocken Gewand.

Er spielt den Bach, weil der doch am besten weiß, warum er das Oratorium geschrieben hat und was er damit ausdrücken möchte. „Als Komponist Bach lasse ich die Kinder in meine Karten schauen“, sagt Münden. Dahinter steht die Idee, Kinder an das Hören klassischer Musik heranzuführen, ihnen die Instrumente vorzustellen. „Ich zeige, wie ich als Bach zum Beispiel Herrlichkeit oder auch Zärtlichkeit ausdrücke“, sagt Münden.
Das „Weihnachtsoratorium für Kinder“ fand zum dritten Mal statt, mehr als 400 Zuhörer waren gekommen. In der kinderfreundlichen Variante wird übrigens nicht das gesamte „Weihnachtsoratorium“ aufgeführt, sondern die verschiedenen Stücke nur angespielt. Der Wechsel mache es spannend und kurzweilig – ideal für kleine Klassikfans. „Stehende Ovationen“ gab es auch: Um besser sehen zu können, standen einige Kinder auf den Stühlen und klatschten.
• Die Kantaten I-III des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach werden am heutigen Sonntag ab 15 Uhr im Dom zu hören sein, die Kantaten IV-VI ab 18 Uhr.
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