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Rund 22.000 Menschen in Braunschweig viel zu dick

Gefährlicher Trend Adipositas.

Braunschweig, 21.03.2015.

Übergewicht und Adipositas haben sich in den letzten Jahren zu einer Epidemie entwickelt. Die Menschenrechtsorganisation der WHO betrachtet die Häufigkeit der Adipositas gar als ernst und bedrohlich für die gesamte Menschheit. „Allein in Braunschweig litten nach einer BARMER GEK Berechnung im Jahr 2013 rund 22.000 Menschen unter der Diagnose Adipositas und sonstige Überernährung.

7,7 Prozent der Männer und 9,7 Prozent der Frauen galten als fettleibig. Betroffen waren rund 9.500 Männer und über 12.300 Frauen“, betont Regionalgeschäftsführer Stefan Stehl. Als zentraler Risikofaktor für eine Vielzahl metabolischer Störungen und weiterer Erkrankungen verursacht die Adipositas hohe Kosten, die in Deutschland auf 15 bis 20 Milliarden Euro im Jahr geschätzt werden.

Verantwortlich für Diabetes und Bluthochdruck

Schon moderates Übergewicht kann zu einer Reihe von körperlichen Beschwerden führen. So kann es zu Kurzatmigkeit, Atemnot und verstärkter Schweißbildung sowie zu Knie-, Hüft- und Kreuzbeschwerden durch Überlastung der Gelenke kommen. Adipositas ist darüber hinaus für eine Vielzahl von weiteren Erkrankungen mit verantwortlich. Dazu zählen Bluthochdruck und Diabetes mellitus. Je größer das Übergewicht, desto höher die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken. Zudem kann Übergewicht zu Veränderungen im Fettstoffwechsel führen. Die Kombination von Diabetes mellitus, Bluthochdruck, veränderten Blutfettwerten und Adipositas wird als metabolisches Syndrom bezeichnet. Hier besteht für Patienten die große Gefahr, dass es zu Ablagerungen in den Gefäßen kommt. Die Arteriosklerose betrifft dabei das gesamte Gefäßsystem. Das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt steigt somit erheblich an. Je nach Dauer und Schwere des Übergewichts kann es außerdem zur Herzvergrößerung mit Herzinsuffizienz (Herzschwäche) kommen.

Mit M.O.B.I.L.I.S. Körperfett reduzieren

Die Kombination aus Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie wird auch als multimodales Konzept bezeichnet. Am wichtigsten bei der Adipositastherapie ist die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. Eine moderate Gewichtsreduktion von 5 bis 10 Prozent geht bereits mit einer signifikanten Verbesserung der Stoffwechsellage und anderer Körperfunktionen sowie einer besseren Lebensqualität einher. Vorrangiges Ziel jeder Adipositastherapie ist die langfristige Stabilisierung des reduzierten Körpergewichts. Soweit es der Gesundheitszustand der Patienten mit viel zu viel Gewicht zulässt, ist moderate sportliche Betätigung von mindestens 45 Minuten an mehreren Tagen pro Woche anzustreben. Bewegung erhöht den Energieverbrauch und trägt dazu bei, dass Fett ab- und Muskeln aufgebaut werden. Die zusätzliche Muskelmasse benötigt noch mehr Energie. Die Art der körperlichen Bewegung ist dabei nicht entscheidend und kann den Fähigkeiten entsprechend ausgewählt werden. Methoden der Lern- und Verhaltenspsychologie können hilfreich sein, um das Essverhalten zu verändern.
Ein erfolgreiches Beispiel ist das Programm M.O.B.I.L.I.S. Die Buchstaben stehen für multizentrisch organisierte bewegungsorientierte Initiative zur Lebensstiländerung in Selbstverantwortung. Das Konzept wird bundesweit in kleinen Gruppen umgesetzt, seine Wirksamkeit ist wissenschaftlich bewiesen.

Mehr zu M.O.B.I.L.I.S.
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