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„Nichts für Postkartenmaler“

Zuwachs beim Berufsverband Bildender Künstler – nB-Fotograf Thomas Ammerpohl neu dabei

Von André Pause, 20.01.2010

Braunschweig. Der Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Braunschweig (BKK Braunschweig) hat Zuwachs bekommen: Acht neue Künstler sind aufgenommen worden.

nB-Fotograf Thomas Ammerpohl ist darunter aber auch Dietmar Dörner, Ilse Hilpert, Sabina Kaluza, Barbara Rosenfeld, Yvonne Salzmann, Anke Sondhof und Joachim Wendler. Im Rahmen einer gemeinsamen Ausstellung in der Torhaus Galerie präsentieren sie ausgewählte Arbeiten und geben damit ihren Berufskollegen, aber auch einer breiteren Öffentlichkeit, die Gelegenheit eines pointierten Einblicks in ihre Tätigkeitsfelder.
„Eigentlich ist der Abschluss an einer Kunsthochschule Voraussetzung, um im Berufsverband aufgenommen zu werden. Allerdings gelingt es auch einigen Autodidakten durch jahrelange Beschäftigung mit der Kunst ein bestimmtes Niveau zu erreichen. Die stellen sich dann der Jury und gelangen auf diese Weise zu uns“, erklärt Edith Grumbach-Raasch. Bei einigen Bewerbern reiche die Qualität der Arbeiten wiederum nicht aus. „Postkartenmaler können wir hier jedenfalls nicht gebrauchen“, schmunzelt die Galerieleiterin.
So unterschiedlich wie ihre Arbeiten selbst sind auch die jeweiligen Beweggründe der Künstler für den Schritt in den BKK. „Während des Studiums ist man irgendwie noch gut aufgehoben, danach steht man gewissermaßen allein auf der Straße“, ist Sabina Kaluza froh, diesen Weg gefunden zu haben. Anderen musste die Sache anscheinend erst schmackhaft gemacht werden. „So viele Leute haben mir immer wieder gesagt: Nun bewirb dich doch endlich mal“, sagt Thomas Ammerpohl lachend.
Seine Schwarzweißfotografien in der Ausstellung tragen den Titel „Tod in der Fotografie – Zwischen Genialität und Armut“. So sind auf der einen Seite Porträtaufnahmen des Jazz-Musikers Chet Baker bei seinem letzten Auftritt in Braunschweig zu sehen, während andere Bilder zu einer Langzeitdokumentation von Leprakranken im Senegal gehören, die der Fotograf im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemacht hat. „Während man sich an den einen, Chet Baker, auch heute immer noch erinnert, sind die anderen einfach nicht mehr da. Das sind sozusagen die Vergessenen“, beschreibt Ammerpohl den Kontrast seiner Arbeiten.
Die Werke aller BKK-Neuzugänge sind vom 22. Januar bis zum 21. Februar in der Torhausgalerie an der Humboldstraße zu sehen und größtenteils käuflich zu erwerben. Feierlich eröffnet wird die Ausstellung bereits am 21. Januar um 20 Uhr.
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