Anzeige

Modern und fast vergessen

Veranstaltungsreihe widmet sich der Schriftstellerin Ricarda Huch

Von Birgit Leute, 07.04.2010

Braunschweig. Sie war modern, aber keine Feministin, Kandidatin für den Nobelpreis und ist doch heute praktisch unbekannt – Ricarda Huch ist eine Schriftstellerin mit vielen Facetten. Eine Veranstaltungsreihe beleuchtet in den kommenden Wochen ihr Leben und Werk. Auftakt macht die Ausstellung „Bilder einer Dichterin“, die bis zum 30. April in der Stadtbibliothek zu sehen ist.

Es sind keine bloßen Abbilder der Dichterin, die 1864 in Braunschweig geboren wurde, sondern subjektive Eindrücke ihrer Person. Schüler des Ricarda-Huch-Gymnasiums näherten sich Huch über eine Reihe von Fotografien und spürten das Widersprüchliche im Leben der Dichterin auf.
„Hochgebildet, zweimal geschieden, alleinerziehend – Ricarda Huch war eine für damalige Verhältnisse ungewöhnliche Frau“, sagt Maybritt Hugo, vom Gleichstellungsreferat der Stadt, das die Reihe mitveranstaltet. Das Huch heute nicht mehr so oft gelesen werde, so Hugo, läge nicht nur an dem romantischen, leicht schwülstigen Stil ihrer Dichtung. „Huch trat, obwohl im Widerspruch zu den Nationalsozialisten, nicht so als Gegner in Erscheinung wie etwa Thomas Mann. Sie war am Ende eben doch weiblich-bescheiden.“
Anlässlich der Reihe werden in mehreren Stadtteilspaziergängen auch die Lebensstationen der Dichterin in Braunschweig aufgespürt. Außerdem veranstaltet das Ricarda-Huch-Gymnasium am 27. April, 19 Uhr, einen Ricarda-Huch-Abend. Informationen unter www.braunschweig.de/ricarda-huch.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.