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Mit Kreativität in den Beruf

Projekt „Hib-Job“ ermöglicht benachteiligten Jugendlichen neue Wege

Von André Pause, 17.02.2010

Braunschweig. Wie kann jungen Menschen die oftmals schwierige Zeit zwischen Schule und Berufseinstieg erleichtert werden? Wie lässt sich das individuelle Potenzial der Jugendlichen erkennen und am sinnvollsten fördern? Auf welche Art und Weise können Jugendliche ihre Talente im Erwerbsleben umsetzen?

Die Lehndorfer Jugendwerkstatt und die Freiwilligenagentur Wolfenbüttel haben mit „Hib-Job“ ein Projekt ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, praktische Hilfen bei der Berufsfindung zur Verfügung zu stellen, zugleich aber auch ganz gezielt mit kreativen und sportlichen Angeboten die Persönlichkeit von Heranwachsenden mit problematischen Hintergründen zu stärken. Konzipiert ist das Projekt für Jugendliche unter 25 Jahren, die nach der Schule keinen Ausbildungsplatz gefunden haben und im Rahmen der Jugendwerkstatt qualifiziert und beschäftigt werden.
„Uns geht es darum, benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die zwischen Schule und Erwerbsarbeit stehen, eine unabhängige Orientierung auch außerhalb der klassischen Berufswege zu ermöglichen“, sagt Renate Wieland, stellvertretende Leiterin der Lehndorfer Jugendwerkstatt. Ergänzend zur individuellen fachlichen Vorbereitung auf das Berufsleben in ihrer Bildungseinrichtung trägt das Kreativ- und Sportangebot der Freiwilligenagentur dazu bei, das Persönlichkeitsbild der jungen Menschen herauszuarbeiten. Dabei soll die Auseinandersetzung mit Werte- und Sinnfragen, sozialen Umgangsformen sowie den eigenen Potenzialen auch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.
Hauptbestandteile des im vergangenen August gestarteten und zunächst auf ein Jahr angelegten Projekts sind neben der Erarbeitung von Breakdance- und Hip-Hop-Choreografien das Schneiden und Mischen eigener Songs sowie ein professionelles Boxtraining. Für Streetdance-Trainer Reinhold Richter ist „Hib-Job“ vor allem ein gutes Instrument, um Vertrauen zu schaffen, Selbstbewusstsein zu stärken und etwas über die private Situation der Teilnehmer zu erfahren. „Als ich vor Jahren in einer vergleichbaren Situation war, hätte ich mir Unterstützung in dieser Form gewünscht. Dementsprechend möchte ich den Jugendlichen hier so helfen, wie ich es selbst gern gehabt hätte.“
Nun hoffen alle Beteiligten, dass das innovative Projekt auch über den Sommer hinaus Bestand hat. Um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten, wünschen sich die jungen Erwachsenen die Unterstützung ortsansässiger Betriebe. Unternehmen, die sich einbringen möchten, freie Praktikums- oder Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen beziehungsweise Sachspenden anbieten können, melden sich bei Andrea Bolduan in der Lehndorfer Jugendwerkstatt, Telefon 50 11 12, oder bei Astrid Hunke-Eggeling von der Freiwilligenagentur unter Telefon 05331/ 90 26 26.
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