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Massenbrief an den Ministerpräsidenten

Elternratsvorsitzende aller Braunschweiger Gymnasien kämpfen für bessere Bedingungen

Von Henning Thobaben

Die große Protestaktion ist bereits im Gang – und soll für überquellende Briefkästen im niedersächsischen Landtag sorgen. Die Elternratsvorsitzenden aller Braunschweiger Gymnasien haben einen Musterbrief an Ministerpräsident Christian Wulff entworfen.

Den sollen nach Wunsch der Verfasser möglichst viele Eltern nach Hannover schicken. Geballt, alle noch innerhalb dieser Woche. Die darin enthaltenen Forderungen: eine reale Unterrichtsversorgung von 100 Prozent, eine Reduzierung der Klassengrößen auf maximal 25 Schüler, eine bessere Ausstattung mit Unterrichtsmaterialien und weniger unterrichtsfremde Arbeit für Lehrer.
„Wir hatten uns im Herbst vergangenen Jahres das erste Mal zusammen gesetzt. Wir wollten sehen, wie Angebot und Lernbedingungen an den Gymnasien aussehen“, berichtet Julia Denecke, Elternratsvorsitzende an der Neuen Oberschule. Das Ergebnis: „Es sieht überall gleich schlecht aus.“ Um die Missstände in das Bewusstsein der Entscheidungsträger zu bringen, habe man sich für den Protestbrief entschieden.
„Wir rechnen mit einer Beteiligung von mindestens der Hälfte aller Eltern oder sogar mehr“, umreißt Denecke die Zielvorstellung. In Zahlen heißt das: Bei knapp 10 000 Braunschweiger Gymnasiasten müssten rund 5000 unterschriebene Briefe im Ministerium landen.
Allerdings betont Jens Kamphenkel, Elternsprecher am Martino-Katharineum: „Der Erfolg der Aktion misst sich nicht an der Anzahl der abgeschickten Briefe. Wenn nur einer ankäme, und der etwas änderte, würde es uns schon reichen.“ Das Bündnis ist zudem froh darüber, dass die gemeinsame Aktion trotz der bestehenden Konkurrenz zwischen den Schulen überhaupt zustande gekommen ist.
Auch die Elternschaft des Wilhelm-Gymnasiums sitzt mit im Boot, obwohl diese einen Massenbrief zunächst abgelehnt hatte. Sie wird allerdings zusätzlich einen eigenen Brief an das Ministerium schicken.
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