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„Laut, bunt und hell muss es sein“

Donnerstag beginnt der Verkauf von Böllern und Raketen – Trend geht zu Feuerwerksbatterien.

Von Marc Wichert, 28.12.2011.

Braunschweig. 138 Schuss, Effekte ohne Ende und ein großes Finale verspricht die Verpackungsschrift des 13-Kilo-Trumms, den Patrick Unger gerade auf den Verkaufstisch wuchtet. „San Francisco“ heißt das Ding und ist das Highlight im Silvestersortiment des Eisenwarenladens Ohlendorf.

Am Sonnabend darf wieder geknallt und mit Sekt und Konfetti auf das neue Jahr eingestimmt werden. 100 Millionen Euro geben die Deutschen zu Silvester für Raketen, Böller und Tischfeuerwerk aus, und bei Ohlendorf im Magniviertel befüllt Patrick Unger schon Tage vor dem Verkaufsstart am Donnerstag die Regale. Sonst liegen hier zur Gartensaison Spaten und Schläuche, jetzt lagern hier bunt und prall Raketenpacks, die „Meteor“ und „Angel Hearts“ heißen.
Mitarbeiter Patrick Unger kümmert sich um Ein- und Verkauf des Feuerwerks. „Schwerpunkt im Sortiment ist alles, was laut knallt“, sagt Unger. Vor allem Batterien würden immer beliebter. Feuerwerksbatterien werden einmal gezündet und verschießen dann salvenartig unterschiedliche Effekte wie Fontänen oder Kometen senkrecht in die Luft. „Am Besten gehen natürlich die, die laut sind und viele Effekte haben“, sagt Unger. Ganz billig ist der Spaß nicht: Die Teuerste, die „San Francisco“, kostet 125 Euro, dafür gibt’s dann 138 Schuss. Die gibt es nur einmal. Darunter liegen viele Batterien zwischen 60 und 80 Euro.
Ganz so lange dauert der Knall- und Farbenglanz jedoch nicht – nach maximal zwei Minuten ist Schluss. Trotzdem ist Feuerwerk nach wie vor beliebt. „Die Leute geben eher immer mehr aus“, schätzt Unger. 60 Euro seien es im Schnitt. Die sich mit der „San Francisco“ mal eben schnell verdoppeln.

Service:
Die Stadt weist darauf hin, dass in unmittelbarer Nähe von Reet- und Fachwerkhäusern kein Feuerwerk abgebrannt werden darf. In einem Abstand von 200 Metern um Reet- und Fachwerkhäuser darf kein Höhenfeuerwerk gezündet werden. Böller oder andere handgeworfene Feuerwerkskörper dürfen nicht innerhalb der Wurfweite, also im Umkreis von bis 30 Metern gezündet werden. Betroffen sind Gebiete in Riddagshausen, im Magniviertel einschließlich Löwenwall, in der Echternstraße, der Bruchstraße, am Burgplatz und am Wollmarkt. Das Abbrennen von Pyrotechnik ist außerdem in unmittelbarer Nähe von Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Kirchen verboten. Polizei und Zentraler Ordnungsdienst der Stadt überwachen das Verbot.
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