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Kino in der dritten Dimension erleben

Das Cinemaxx bietet ab sofort in zwei Kinosälen mit digitaler Filmtechnik auch das räumliche Kinovergnügen

Von Jens Radulovic, 08.11.2009

Braunschweig. „Wenn in ‚Disney's Eine Weihnachtsgeschichte‘ die Schneeflocken herunterrieseln, glaubt man, sie greifen zu können“, sagt Kinobetreiber Frank Oppermann. Denn dank der digitalen 3D-Technologie fühlen sich die Betrachter mitten im Schneegestöber. Ab sofort können auch Braunschweiger Kinogänger in die dritte Film-Dimension abtauchen.

Im Cinemaxx wurden zwei Kinosäle für 3D-Vorführungen ausgestattet. Mit dem „Maxximum 3D“-System von Sony erwartet die Besucher der neueste Stand der Digital-Technik.
Hinter dem „digitalen Kino“ verbirgt sich allerdings mehr als nur Filme in drei Dimensionen. „Unsere Hochleistungsbeamer bieten eine Auflösung von 4K“, schwärmt Kinobetreiber Frank Oppermann von der neuen digitalen Filmtechnik. Damit habe das System eine um das Vierfache höhere Bildauflösung als vergleichbare Konkurrenzsysteme in diesem Bereich. Das Bild sei auch bei großen Leinwänden absolut klar und kontrastreich. Auch der Ton profitiere von der neuen Technik, klinge voluminöser.
„Die Filme kommen als digitale Daten auf Festplatten zum Kino. Filmrollen können zerkratzen, die Farben bleichen nach einigen Monaten materialbedingt etwas aus. Im digitalen Format bleibt das Bild perfekt“, erklärt Oppermann.
Für das dreidimensionale Kinovergnügen müssen Filmfans zwei Dinge auf sich nehmen: Einen um fünf Euro erhöhten Eintrittspreis im Gegensatz zum gleichen Film im herkömmlichen 2D-Format und eine „Polarisationsbrille“ auf der Nase während des Films.
Die 3D-Brillen stellen sicher, dass das linke Auge immer nur das für dieses auch bestimmte Bild sieht (und anders herum), erklärt Oliver Pasch vom Hersteller Sony. Die Bilder würden im Projektor „codiert“ und von der Brille entsprechend wieder „decodiert“. Im Gegensatz zu früheren Systemen bewirkten Kopfbewegungen keine Einschränkung des 3D-Erlebnisses mehr.
Ohne eine solche Brille nimmt der Betrachter das Filmbild nur sehr verschwommen wahr. Gesundheitsschäden, wie zum Beispiel Übelkeit, seien durch die Brillen nicht zu befürchten, versichert Oppermann: „Übelkeit kann die Besucher höchstens bei entsprechenden Stellen von Horrorfilmen befallen – aber das ist dann ja auch bezweckt.“
Die Kosten für die Umrüstung, in Braunschweig waren dies 300 000 Euro, mussten von den Kinobetreibern aufgebracht werden: „Es gab zwar vorab lange Diskussionen, beispielsweise mit den Verleihern, aber letztlich konnten wir uns leider nicht auf eine Kostenbeteiligung einigen“, bedauert Oppermann.
Neben „Eine Weihnachtsgeschichte“ wird noch in diesem Jahr mit „Avatar“ ein weiterer Blockbuster in 3D in die dafür vorgesehenen Kinosäle kommen. „Der Film, James Camerons erster seit ‚Titanic‘, wird nur in 3D veröffentlicht“, so Oppermann. 2010 werden beispielsweise Tim Burtons „Alice im Wunderland“ mit Johnny Depp und „Tim und Struppi“ von Steven Spielberg folgen.
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