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Kein Ärger im Reisegepäck

Zur Urlaubsreisezeit informiert das Hauptzollamt Braunschweig.

Braunschweig (j), 30.06.2013.

Mit den Sommerferien beginnt auch die Hochzeit der Auslandsreisen. Wer sich schon im Vorfeld über die Zollbestimmungen zu geplanten Reisemitbringseln informiert, umgeht bei der Rückkehr Schwierigkeiten und schont die Nerven, betont das Hauptzollamt Braunschweig, das über Reisefreimengen und mögliche Einfuhrverbote informiert.

So seien bei Einreisen aus Nicht-EU-Ländern nur die mitgebrachten Waren abgabenfrei, die für private Zwecke und innerhalb bestimmter Mengen- und Wertgrenzen eingeführt werden. Das gelte für Tabakwaren, Alkohol und alkoholhaltige Getränke, Arzneimittel und Kraftstoffe (die genauen Angaben unter www.zoll.de). Doch auch bei Einreisen aus Mitgliedsstaaten der EU seien Regeln zu beachten. Zwar seien innerhalb der EU Einfuhren zollfrei möglich, für nationale Abgaben würden jedoch unter Umständen besondere Regelungen gelten (Beispiel: Einfuhren von den Kanarischen Inseln).
Weltweit seien zahlreiche Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Durch die Mitnahme dieser Tiere und Pflanzen sowie Waren daraus würden Millionen von Touristen – oft aus Ahnungslosigkeit und Unbedachtheit – die dortige Artenvielfalt zerstören.
Nur wenn die Nachfrage ausbleibe, werde auch der zerstörende Handel mit seltenen Tieren und Pflanzen aufhören, so der Zoll. Welche Tiere und Gegenstände besonders geschützt sind, steht im Internet unter www.artenschutz-online.de. Bei der Einreise nach Deutschland seien neben dem Artenschutz weitere Verbote und Beschränkungen zu beachten. Dies gelte insbesondere für Drogen, Waffen und andere verbotene Gegenstände. Nachgeahmte oder gefälschte Produkte dürften grundsätzlich nicht in den Wirtschaftskreislauf gelangen. Dies treffe ausnahmslos für kommerzielle Sendungen zu. Bei privater Nutzung seien Ausnahmeregelungen zu beachten.
Der Zoll überwacht den grenzüberschreitenden Verkehr mit Barmitteln an den Außengrenzen der EU und den Bargeldverkehr über die deutschen Grenzen innerhalb der EU. Dadurch soll die Geldwäsche bekämpft und die Finanzierung terroristischer Vereinigungen verhindert werden.

Wer die Außengrenze der Europäischen Union überschreite, müsse Barmittel ab einem Gesamtwert von 10 000 Euro bei der Ein- und Ausreise stets schriftlich anmelden. Drogenhändler und andere Schmuggler würden viele Tricks beherrschen. Urlauber sollten deshalb ihr Reisegepäck im Auge behalten, rät der Zoll. Andernfalls könnten Schmuggler unbemerkt illegale Waren im Gepäck verstecken. Auch bei günstig angebotenen Autoreparaturen oder Ölwechseln sei Vorsicht geboten. Touristenfahrzeuge würden bei dieser Gelegenheit präpariert. Touristen sollten misstrauisch werden, wenn man sie bittet, Briefe, Päckchen oder kleinere Gepäckstücke nach Deutschland mitzunehmen.
Reisende können sich bei Fragen an die Zolldienststellen wenden oder haben die Möglichkeit sich im Internet unter www.zoll.de zu informieren. Als zusätzliche Informationsquelle hat der Zoll eine Smartphone-App veröffentlicht. Die App trägt den Namen „Zoll und Reise“. Sie gibt dem Nutzer Auskunft über Reisefreigrenzen und über Einfuhrverbote. Roaming-Gebühren fallen dabei nicht an.
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