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Selbst wenn die Neuwagenkäufer immer älter werden: Das Auto spielt auch im Individualverkehr des 21. Jahrhunderts weiterhin die entscheidende Rolle. Foto: Drescher

Autofahren ohne eigenes Auto: Carsharing wird immer beliebter.

Von Christoph Matthies, 12.03.2014.

Braunschweig. Es ist ein Trend, der schon seit einigen Jahren anhält: Junge Leute verzichten immer häufiger auf ein eigenes Auto. Erst im Februar veröffentlichte das Center Automotive Research (CAR) eine weitere Studie, die diese Entwicklung bestätigt. Demnach werden Neuwagenkäufer immer älter. „Den Autobauern sterben die jungen Käufer weg“, kommentierte CAR-Chef Ferdinand Dudenhöffer das Ergebnis.

Leihen statt kaufen
Verantwortlich für die Abkehr vom eigenen (Neu-)Wagen sei der Rollenwandel des Autos vom Statussymbol zum Gebrauchsgegenstand, heißt es. Und noch etwas trage dazu bei, dass der eigene Fahrzeugbrief immer unwichtiger wird: das Carsharing.
Die Vorteile des „Gemeinschaftsautos“ liegen auf der Hand. Die Pflege oder Wartung übernehmen andere, und die Kosten sind, zumindest wenn man nur selten ein Auto benötigt, geringer. In Braunschweig gibt es mit Drive, Greenwheels und Stadtmobil gleich drei Unternehmen, deren Autos über das ganze Stadtgebiet verteilt auf extra bereitgestellten Parkflächen auf ihren Fahrer warten. Greenwheels findet man an sieben Standorten, Fahrzeuge von Stadtmobil fünfmal, Drive sogar zwölfmal. „Ich kann zu jeder Tages- und Nachtzeit direkt in meiner Nähe auf ein Auto zugreifen“, nennt Drive-Kunde Martin, der im Östlichen Ringgebiet wohnt und seit drei Jahren dabei ist, ein großes Plus des Carsharing-Prinzips. Auch bürokratischen Aufwand hat Martin nicht: Er verfügt über eine Chipkarte für die Fahrzeugtür, der Autoschlüssel liegt im Wagen.
Bei allen drei Anbietern gibt es die Grundgebühr ab fünf Euro im Monat, der Fahrpreis pro Stunde hängt von Modell und Uhrzeit ab.
Auch privat wird geteilt
Neben gewerblichen Anbietern gibt es im Netz längst auch Portale, auf denen Privatleute ihre Autos teilen, etwa Autonetzer oder Tamyca. Auf beiden Plattformen stehen derzeit jeweils etwa zehn Wagen im Braunschweiger Stadtgebiet bereit, die Bandbreite reicht vom einparkfreundlichen Daihatsu bis zum Eindruck schindenden Chrysler. Ein weiterer großer Vorteil gegenüber dem eigenen Auto: Für fast jeden Anlass gibt es das richtige Fahrzeug.
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