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„In der Mitte der Gesellschaft“

Fahrradakrobatik gehörte gestern zu den Publikumsmagneten vor dem Schloss. Foto: T.A.

Die ersten Braunschweiger Fahrradtage starteten gestern – Viele Aktionen auf dem Schlossplatz.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 06.07.2014.
Braunschweig. Der Regen kam zum Glück erst spät, der Start der ersten Braunschweiger Fahrradtage gestern war ein Erfolg. „Wir sind sehr, sehr zufrieden“, sagt Björn Nattermüller vom Stadtmarketing.

„Die Veranstaltung geht auf eine Initiative der Politik und einen Beschluss des Rates zurück“, erklärt Nattermüller. Der Auftrag war klar: ein Tag rund um das Fahrrad. „Wir haben die Partner an einen Tisch geholt und zunächst alle Radtermine der Stadt gebündelt“, beschreibt Nattermüller, „daraus sind dann die Fahrradtage geworden.“
Neuheiten und Trends aus der Fahrradbranche wurden gestern auf dem Schlossplatz präsentiert, daneben gab es viel Spaß und Show sowie jede Menge Informationen. „Das Thema Fahrrad ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen“, sagt Jörg Nuckelt vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC). Er und seine Mitstreiter wollen möglichst noch viel mehr Menschen dazu bringen, häufiger aufs Fahrrad umzusteigen. Die Fahrradfans vom ADFC fordern noch deutlich mehr Geld für die Verkehrsplanung im Hinblick auf die Fahrradfahrer.
„Bei neuen Planungen werden wir gefragt oder sitzen mit am Tisch“, erklärt Jörg Nuckelt vom ADFC, „da sind wir in der Regel zufrieden.“
Aber die „Altlasten“ müssten dringend umgebaut werden. „Beispielsweise die Kastanienallee, solche Radwege müssen zurückgebaut werden.“ Denn auf stark befahrenen Straßen sei es in der Regel besser, die Radfahrer auf der Fahrbahn fahren zu lassen. „Dann werden sie von den Autofahrern gesehen“, erklärt Nuckelt. Im Hinblick auf die Verkehrsführung müsse jede Straße einzeln angeschaut werden. Grundsätzlich gelte, „je mehr Radfahrer unterwegs sind, desto sicherer sind sie.“ Das Beispiel Holland zeige gut, wie es funktionieren könne. Auch beim Thema Helmpflicht: „In Holland werden weniger Helme getragen als hier, dennoch sind die Unfälle mit Rädern viel seltener.“
Ein Thema, das die Polizei und die Verkehrswacht anders sehen: „Setzen Sie Ihren Kindern und auch selber einen Helm auf“, appellierte Polizeihauptkommissarin Ines Fricke auf der Bühne von Radio Okerwelle im Gespräch mit Axel Uhde, „ob es nun eine Pflicht gibt oder nicht.“
Daneben versuchte die Polizei, das Thema Diebstahlsicherung unter die Leute zu bringen. „Wir appellieren an die Fahrradbesitzer, sich vernünftige Schlösser zuzulegen und ihre Räder registrieren zu lassen“, sagte Fricke. 2000 Räder werden im Schnitt pro Jahr in Braunschweig gestohlen. Häufig würden sie auf Flohmärkten verkauft. Manchmal tauchen sie auch wieder auf. Zumindest wenn sie registriert sind, hat die Polizei die Chance, sie bei Kontrollen zu identifizieren.
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