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Ideen, die nicht mehr loslassen

„Jugend forscht“-Arbeiten gestern präsentiert.

Von Martina Jurk, 24.02.2013.


Braunschweig. Junge Tüftler zeigten gestern beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ ihre Ergebnisse.

Warum die Schale einer Pomelo-Frucht als Vorbild für die Herstellung zum Beispiel von Fahrradhelmen dienen könnte, ob sich gesunde Schokolade herstellen lässt, welche Form die optimale Milchtüte haben sollte – 85 Projekte präsentierten die Jungforscher unter dem Motto „Eine Idee lässt mich nicht mehr los“ in der Hauptniederlassung der Braunschweigischen Landessparkasse (Dankwardstraße), die seit 25 Jahren Patenunternehmen des Wettbewerbs ist. Die Besten wurden geehrt, aber „gewonnen haben alle, was die tollen Ideen und die Qualität der Arbeiten betrifft“, sagte Vorstandsvorsitzender Christoph Schulz. 54 Braunschweiger beteiligten sich am Wettbewerb. Paula Bührmann untersuchte, wie sich verschiedene Früchte beim Aufprall auf der Erde nach Stürzen aus
verschiedenen Höhen verhalten. Die Gauß-Schülerin erzählte mit Eifer, was sie herausgefunden hat. „Die Pomelo hat eine dicke, schaumstoffartige Schale, deren Gewebe man aus Kunststoff nacharbeiten könnte“, berichtete die elfjährige Schülerin. Auf die Idee ihres Experiments sei sie durch ihre AG Praxis Natur gekommen.
Der Anteil der Mädchen beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ sei im Vergleich zum Vorjahr auf ein Drittel angestiegen. Die 32 Jurymitglieder aus Schulen, der Industrie und Forschungseinrichtungen seien ein Indiz dafür, welchen Stellenwert die Wettbewerbsbeiträge hätten, sagte Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht. Insgesamt hatten sich 11 411 Teilnehmer zu bundesweit 80 Regionalwettbewerben angemeldet – so viele wie nie zuvor. Die Sieger der Regionalebene qualifizieren sich für die Landeswettbewerbe, die Mitte März beginnen. Das Bundesfinale der mittlerweile 48. Runde von „Jugend forscht“ findet vom 30. Mai bis 2. Juni in Leverkusen statt. Seit der Gründung 1965 wird der Wettbewerb durch Wirtschaft und Wissenschaft finanziert. So investiert die Landessparkasse jährlich 50 000 Euro in den Regionalwettbewerb. „Ich freue mich, wenn Jahr für Jahr rund 150 Schülerinnen und Schüler ihre Experimente in unserer Niederlassung in der Dankwardstraße aufbauen, erklären und vorführen“, sagt Roderich Liefner, der seit einem Vierteljahrhundert Regionalpate „Jugend forscht“ in der Landessparkasse ist. „Die Fantasie, der Wissensdurst und die Experimentierfreude sind aus den Gesichtern zu lesen. Viele Teilnehmer haben es sogar zum Bundeswettbewerb geschafft und dort Preise errungen. Das macht einen schon ein wenig stolz.“
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