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Helm öffnet Pilot die Augen

DLR-Flugversuchspilot Sebastian Soffner mit dem Helmet-Mounted-Display-System zur Unterstützung des Piloten bei eingeschränkten Sichtbedingungen. Foto: DLR (CC-BY 3.0)/oh

Sicher landen, auch bei schlechter Sicht: DLR testet Assistenzsystem.

Braunschweig, 28.12.2015.

Einen Hubschrauber unter eingeschränkten Sichtbedingungen sicher zu landen, ist eine enorme Herausforderung für den Piloten. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat eine Anzeige für ein Helmsystem entwickelt, das Piloten besonders bei der Landung unter schlechten Sichtbedingungen unterstützen soll. In Flugversuchen mit dem DLR-Hubschrauber ACT/FHS, einem umgebauten Eurocopter EC135, wurde getestet, ob das Helmdisplay die Beanspruchung des Piloten im Landeanflug verringern kann.

Assistenzsysteme, die den Piloten über die aktuelle Außensituation informieren, sind ein großes Thema in der derzeitigen Luftfahrtforschung. Dabei beschäftigen sich die Wissenschaftler unter anderem mit der Aufgabe, Methoden zu entwickeln, die die mit Sensoren erfassten Daten so aufbereiten, dass ein künstliches Bild der Außensituation angezeigt werden kann. Der Pilot soll auch bei schlechten Sichtbedingungen wie zum Beispiel Dunkelheit, Nebel und Staub sicher fliegen und landen können. Helmdisplays bieten dabei die Möglichkeit, die Sensordaten sowie weitere flugrelevante Informationen direkt im Sichtfeld des Piloten einzublenden.
„Insbesondere zur Einschätzung der Quergeschwindigkeit während der Landung orientiert sich der Pilot bei guter Sicht anhand der Außenwelt“, erklärt Dr. Thomas Lüken vom DLR-Institut für Flugführung. Bei eingeschränkter Sicht bestehe jedoch eine große Unfallgefahr. Aus diesem Grund liegt der Schwerpunkt auf der Unterstützung des Piloten im Landeanflug.
Und wie bewährt sich das System im Praxistest? „Bei unserem letzten Testflug haben wir mehrere Anflüge auf verschiedene Landeplätze mit der visuellen Unterstützung durch das Helmlandedisplay durchgeführt“, berichtet Sebastian Soffner, Pilot der DLR-Flugexperimente. „Die Darstellung über das Helmdisplay liefert eine gute Hilfe bei der Identifizierung der Position und Eigenbewegung des Hubschraubers in der Endphase der Landung besonders bei schlechten Sichtbedingungen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass solch ein System in Zukunft erfolgreich eingesetzt wird und bei sehr anspruchsvollen Einsätzen unter eingeschränkten Sichtbedingungen bei gleichzeitiger hoher Hindernisdichte im Lan-deumfeld wertvolle Unterstützung liefert.“
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