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Handel setzt auf Emotionen

Steigende Strompreise und Internetkonkurrenz: Aktuelle Zahlen und Pläne für die Zukunft.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 05.12.2012.

Braunschweig. Leichtes Umsatzplus, dennoch heftiger Gegenwind: Steigende Energiepreise und ein expandierender Onlinemarkt sind die aktuellen Herausforderungen für die Braunschweiger Einzelhändler.

Für den Einzelhandelsverband legten jetzt Geschäftsführer Mark Alexander Krack und Vizepräsident Olaf Jaeschke Zahlen vor. Die gute Nachricht zuerst: In den ersten drei Quartalen verbucht der Einzelhandel bundesweit ein Umsatzplus von 1,5 Prozent.
Zum Auftakt der Adventszeit griffen viele Kunden bei Gutscheinen, Nikolausgeschenken, Adventskalendern und weihnachtlichen Dekorationsartikeln zu. „Die Unternehmen sind optimistisch und rechnen in den kommenden Wochen mit einem guten Jahresendspurt“, sagte Olaf Jaeschke. Der Einzelhandel erwarte in den Monaten November und Dezember erstmals einen Gesamtumsatz von über 80 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Online-Umsatz im Weihnachtsgeschäft wird bei 7,4 Milliarden Euro liegen.
Das Weihnachtsgeschäft sorgt traditionell in einigen Branchen für 20 bis 30 Prozent des Jahresumsatzes. Spielwarenhändler etwa machen fast ein Drittel, Buchhändler rund ein Viertel ihres Umsatzes in den letzten beiden Monaten des Jahres. Auch Kosmetik und Parfums, Uhren und Schmuck sowie Unterhaltungselektronik sind beliebte Geschenke. „In den ersten drei Quartalen allerdings lagen Sport- und Campingartikel ganz vorn“, erklärt Mark Alexander Krack, „bei Uhren und Schmuck dagegen sowie bei Kosmetik und im Buchhandel gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang.“ Auch der Handel mit Fahrrädern und Fahrradzubehör sei in diesem Jahr ein gutes Geschäft gewesen.
Für das kommende Jahr sorgt sich der Einzelhandel vor allem um steigende Strompreise wie auch um die Konkurrenz im Internet. „Buy local“ ist eine Initiative, die der Einzelhandelsverband Braunschweig demnächst mit Aktionen an den Start bringen möchte. „Wir wollen gemeinsam eine besondere typische Braunschweig-Atmosphäre schaffen“, sagt Olaf Jaeschke. Dabei soll auch der Umweltgedanke eine bedeutende Rolle spielen. So wie immer mehr Menschen zu regionalen Lebensmitteln greifen, so sei es auch gut möglich, die Braunschweiger emotional an „ihren Handel“ zu binden.
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