Anzeige

Häuser verfallen im Heidberg

Bürgerreporter Norbert Schindler machte auf unserem Mitmachportal www.unser38.de auf die Situation an der Heidberger Greifswaldstraße aufmerksam. Foto: Norbert Schindler

BBG will das Grundstück besser nutzen – Neuer Bebauungsplan nach der Sommerpause.

Von Martina Jurk, 13.07.2014.

Braunschweig. Verfallende Häuser, ein größer werdendes Wildwuchsbiotop und drum herum ein Bauzaun – aber nichts passiert. Das ist das Bild, das sich den Heidberger Bürgern seit gefühlten mehreren Jahren an der Greifswaldstraße bietet. Doch das wird sich ändern.

Eigentümer des Grundstücks ist die Braunschweiger Baugenossenschaft (BBG). Die kleinen Flachbungalows wurden einst in den 1970er Jahren erbaut. Vorwiegend ältere Menschen wohnten darin. Die Ausstattung – einfache Verglasung der Fenster, keine Wärmedämmung – entspricht heute nicht mehr den energetischen Standards. Da die Bewohner Genossenschaftsmitglieder waren, konnte ihnen nicht gekündigt werden. „Wir mussten warten, bis alle Häuser unbewohnt waren. Das hat einen langen Zeitraum in Anspruch genommen“, erklärte BBG-Vorstandsmitglied Hans-Joachim Jäger.
Mit dem Aufstellen des Bauzauns sei das Grundstück gesichert worden. Das ist etwa zwei Jahre her. Der Bebauungsplan stammt aus den 1970er Jahren und sieht nur den Bau der Reihenhäuser vor. Die BBG hat inzwischen einen Städteplaner beauftragt, einen B-Plan zu erstellen. „Das eröffnet uns Möglichkeiten für eine künftige, breite Nutzung des Geländes. Unser Ziel ist es, Wohnraum zu schaffen. Es gibt zwar in Braunschweig keine Wohnungsnot, aber Wohnraum ist knapp. Eine Bebauungsplanänderung würde uns in die Lage versetzen, das Grundstück besser zu nutzen“, so Jäger. Der Aufsichtsrat der BBG müsse seine Zustimmung geben, und nach der Sommerpause könne dann ein Beschluss gefasst werden. Deshalb könne zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage getroffen werden, was genau auf dem Grundstück entstehen soll. Geprüft würden die Möglichkeiten eines barrierefreien Zugangs, des Parkens, des Artenschutzes und des Baumbestands, der zum Teil erhalten werden soll.
„Das B-Planverfahren läuft, die Verwaltung bewertet das Projekt positiv. Die Auslegung des neuen B-Planes ist nach der Sommerpause vorgesehen“, bestätigte die Stadtverwaltung. „Es ist nicht so, dass wir die ganze Zeit nichts tun. Wir arbeiten zügig an dem Projekt. Mit dem Bezirksrat, dem Bezirksbürgermeister und mit Bürgern sind wir ständig im Gespräch“, versichert Hans-Joachim Jäger, der Verständnis dafür habe, dass die Stadtverwaltung viele komplexe innerstädtische Bauprojekte umzusetzen habe.
Letztlich muss der Rat der Stadt dem Ganzen zustimmen. Erst dann könnten die bereits vorliegenden Bauanträge beschieden und das Projekt begonnen werden, so die Verwaltung.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.