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Gewalt führt oft zur Depression

Zonta Club Braunschweig fördert Frauenberatungsstelle – Fachtag und therapeutische Gruppe

Von Martina Jurk, 17.11.2010

Braunschweig. 287 Fälle häuslicher Gewalt registrierte die Polizei 2009 in Braunschweig, das sind 37 Fälle mehr als im Vorjahr. 2010, so die Schätzung der Polizei, werden die Zahlen weit übertroffen.

Wenn Betroffene Rat und Hilfe suchen, dann ist unter anderem die Frauenberatungsstelle eine gute Adresse. Sie bietet seit 30 Jahren professionelle Beratung für erwachsene Frauen mit Gewalterfahrungen an. „Depression“ wird immer öfter als Grund der Beratungsnachfrage angegeben. „Auch häusliche Gewalt kann zu Depression führen“, sagt Inge Lübbers von der Frauenberatungsstelle.
Laut Statistik nehme die Erkrankung zu, Frauen hätten ein doppelt so großes Risiko, daran zu erkranken, wie Männer. Nicht nur die Polizei, auch die Beratungsstelle vermeldet steigende Zahlen. Von insgesamt 3000 Erstkontakten (persönlich und telefonisch) im vergangenen Jahr hatten fast die Hälfte das Thema Gewalt zum Anlass und 30 Prozent Depression.
Grund genug, nach dem Warum zu fragen und das Thema Depression verstärkt auf den Plan zu rufen. Die Frauenberatungsstelle kann betroffenen Frauen auch praktisch helfen, nicht zuletzt deshalb, weil der Zonta Club Braunschweig sie mit 3950 Euro dabei unterstützt. Gefördert werden ganz speziell zwei Projekte: ein Fachtag „Die Kraft der Achtsamkeit“ zum Thema „Prävention für Frauen mit Depression“ am
8. Dezember in der Brunsviga und eine gestalttherapeutische Gruppe ab Januar. Der Fachtag soll ein öffentlicher Erfahrungs- und Gedankenaustausch mit Vorträgen und Workshops werden. „Wir wollen der Frage nachgehen, ob es eine wirksame Vorbeugung gegen Depression gibt“, betont Inge Lübbers. Kraft- und freudlos, ohnmächtig, suizidgefährdet – den Betroffenen soll ein Weg aufgezeigt werden, wieder ins Leben zurückzufinden.
„Der Zonta Club unterstützt Frauen weltweit und bekämpft häusliche Gewalt. Mit dem Erlös aus einem Benefizkonzert leisten wir Hilfe vor Ort“, sagt Präsidentin Gabriele Butte.
Anmeldungen für die Tagung (bis zum 30. November) und die Gruppe unter der Telefonnummer 3 24 04 90.
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