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Gemeinsam ans Ziel: Alle steuern etwas zum Urlaubserlebnis bei

Themenpark, Besucherzentrum und vieles mehr: Touristisches Konzept für die Region.

Von Marion Korth, 15.02.2012

Braunschweig. Die dunklen Wälder des Harzes, die Sagen und Mythen, daraus lässt sich touristisch etwas machen. Aber nicht nur daraus. In der Jakob-Kemenate, wo die Allianz für die Region Ideen für die Erlebnisregion 2020 vorstellte, herrschte Aufbruchstimmung.

Ein Jahr lang haben Experten die touristischen Möglichkeiten der Region zwischen Harz und Südheide, Wolfsburg und Peine untersucht, Schwerpunkte festgelegt und Entwicklungspotenziale analysiert. Jeroen Holman (BRC Imagination Arts BV) sprach vom Harz und seiner „Magie“ und von einem Themen- und Freizeitpark mit Resort, um den Zauber dieser Landschaft für Familien und Erholungssuchende erlebbar zu machen. „Resorts sind die Treiber, um Besucher in die Region zu holen“, führte Sonja Redies (Petri & Tiemann GmbH) aus. An zeitgemäßen Übernachtungsmöglichkeiten, auch Markenhotellerie, mangelt es ihrer Analyse nach jedoch. Dabei sei die Ausgangslage gut: „76 Millionen Tagesgäste im Jahr, das ist viel, aber unser Ziel muss es sein, sie zu motivieren, länger zu bleiben“, sagte sie.
Der Harz ist nur ein Beispiel, für Braunschweig mit seiner einzigartigen Museumslandschaft sehen die Experten die Grundlage, um den Kulturtourismus auszubauen. „Es geht nicht nur um neue Ideen, sondern darum, bestehende weiter nach vorn zu schieben“, erläuterte Holman.
Rund 100 Projekte – manche, wie der magische Themenpark im Harz, bislang nur ein Plan – wurden zusammengetragen, sollen verknüpft werden, um ein gemeinsames Image zu entwickeln. „Wir haben viel Arbeit vor uns, wenn die Politik uns Rückendeckung für das Konzept gibt“, sagte Manfred Günterberg (Wolfsburg AG). Kommt das erwartete positive Votum, dann will die Allianz für die Region die Projektideen zeitnah umsetzen, private Investoren finden und sich nach geeigneten Grundstücken umsehen.
Die Vertreter der Kommunen waren zuversichtlich, dass die Politik mitzieht, und bekräftigten ihren Wunsch nach Zusammenarbeit. Wolfsburg Stadtbaurätin Monika Thomas freute sich über den gemeinsamen Masterplan: „Wenn wir gemeinsam auftreten, werden wir leichter Investoren finden.“ „Niemand möchte sich vier Museen hintereinander anschauen“, sagte Wirtschaftsdezernent Joachim Roth, „deshalb stehen wir nicht nur hinter dem Konzept, sondern möchten vorweggehen.“ Ein geplanter touristischer Magnet scheint für Braunschweig wie gemacht: Ein Zentrales Besucherzentrum, in dem sich die Region in all ihren Facetten darstellt, das neugierig macht auf Entdeckungen und das als Ausgangspunkt für Themenrouten und Erlebnispfade gedacht ist. Das Besucherzentrum soll gegen Ende des Projektzeitraums an einem „frequenzstarken“ Ort neu entstehen. Wo, das muss erst noch entschieden werden.

Info: Die Allianz für die Region ist eine Initiative von Wolfsburg AG sowie Projekt Region Braunschweig GmbH. Unter dem Arbeitstitel „Erlebnisregion 2020“ ist von Experten das Umsetzungs- und Investorenkonzept Freizeit und Lebensqualität erstellt worden. Es ist als Grundlage für die touristische Entwicklung der Region bis zum Jahr 2020 und darüber hinaus gedacht. Diese umfasst die Städte Salzgitter, Wolfsburg und Braunschweig sowie die Landkreise Gifhorn, Goslar und Helmstedt.
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