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„Fußball ist ein offener Sport“

Mit einem „antirassistischen Turnier“ setzte die DGB-Jugend ein Zeichen gegen Rechts.

Von Birgit Leute, 24.03.2013.

Braunschweig. Fußball als Happening: Die DGB-Jugend hatte am gestrigen Sonnabend zu einem „antirassistischen Turnier“ eingeladen – ein Zeichen gegen die wachsende Hooligan-Szene.

Übergriffe im Stadion, in der Straßenbahn, in Clubs: Marco Lovkoviz hat bereits mehrfach Erfahrungen mit der rechten Hooligan-Szene in Braunschweig gemacht. „Es ist noch nicht so akut wie in Dresden oder Rostock, aber die Szene ist doch deutlich präsenter als in anderen westdeutschen Städten“, zieht das Mitglied der Ultras Braunschweig Vergleiche zu Bremen und Hannover. Dabei wehrt er sich gegen eine pauschale Verurteilung und Panikmache: „Man hört oft Stimmen, die behaupten, die Eintracht-Fan-Szene sei rechts, aber das ist nicht wahr. Es geht uns vielmehr darum, die Leute zu sensibilisieren.“ Dazu diente nicht zuletzt das Turnier der DGB-Jugend am gestrigen Sonnabend. 18 Mannschaften vom Deutschen Gewerkschaftsbund, dem Asta, Initiativen gegen Rechts und der IGS Franzsches Feld traten unter dem Motto „Keine Eintracht mit Nazis“ gegeneinander an: ohne Schiedsrichter, ohne Erfolgsdruck, Männer und Frauen, Deutsche und Ausländer bunt gemischt. „Wir wollen den Fußball wieder auf das zurückführen, was er eigentlich ist: Ein offener Sport, bei dem jeder mitmachen kann“, erklärt Mitorganisator Marvin Hopp. Gleichzeitig bot das Turnier Gelegenheit zu einem intensiven Austausch. Ein Vortrag stellte zum Beispiel die Antidiskriminierungs-Kampagne bei Werder Bremen vor. „Ein Vorbild auch für Braunschweig“, so Hopp.
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