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Flashmob hinterlässt Bananen-Chaos

Hunderte Jugendliche schossen sich in den Schloss-Arkaden symbolisch mit Bananen ab

Von Falk-Martin Drescher

Braunschweig. Die Passanten, die am Freitagnachmittag in den Schloss-Arkaden einkaufen wollten, staunten nicht schlecht: Kurz nach 16 Uhr ertönte ein lauter Pfiff, und plötzlich schossen sich rund 400 Jugendliche symbolisch mit Bananen ab.

Nach dem „Abschuss“ fielen sie zu Boden, blieben zwei Minuten lang liegen, standen anschließend auf und verließen den Ort des Geschehens. Die Flashmob-Aktion, die im Internet zuvor bereits auf mehr als tausend Begeisterte gestoßen war, sollte „den langweiligen Alltag durch eine verrückte Sache unterbrechen, und alle Passanten, die nichts davon wissen, zum Nachdenken anregen“. Überlegen, ob ihnen ihr Alltag wirklich Spaß mache, fügte der Initiator, der sich „Sir Knumskull“ nennt, noch hinzu.
Ihren Spaß hatten alle mit Bananen bewaffneten Jugendlichen in jedem Fall, allerdings verlief zumindest das Ende deutlich anders als geplant. „Ich hatte darauf gesetzt, dass alles friedlich bleibt, und alles möglichst ordentlich hinterlassen wird“, ärgerte sich Sir Knumskull.
Statt die Bananen im Anschluss wieder mitzunehmen, oder schlicht zu essen, warfen vereinzelte Gruppen das Obst quer durch das Erdgeschoss der Schloss-Arkaden, hinterließen ein Chaos an zertrampelten Bananen. So unbedacht die einen handelten, so kurz entschlossen kümmerten sich andere um das Aufräumen. Das Schloss-Management, das bereits während der Aktion hektisch telefonierte, kümmerte sich im Anschluss um den Rest. 20 Minuten später waren alle Bananen entfernt, eine Stunde später sogar schon die ersten Videos und Fotos im Internet hochgeladen.
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