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Facelift für die „Kinder der 80er“

Der Welfenhof: Ab Juni werden mehrere Läden neu vermietet. Foto: Verena Meier
 
Der City Point bekommt mit Primark einen neuen Hauptmieter. Foto: Obi-Preuß
Braunschweig: Innenstadt |

Bewegung in der innerstädtischen Geschäftswelt – Neue Mieter lösen Impulse aus.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 10.03.2015.

Braunschweig. Es brummt. Und zwar im wahrsten Sinn des Wortes: Im City Point und der Welfenhofpassage wird gesägt, gebohrt und gemalt, in der Burgpassage gibt es Änderungspläne für die erste Etage. „Primark bring frischen Wind“, freut sich ECE-Manager Philipp Schröder über die irische Modekette, die Ende März im City Point eröffnen will.

Für „seine“ Objekte in der Innenstadt – City Point, Welfenhof und Burgpassage – komme der neue „Ankermieter“ genau zur rechten Zeit. „Einfach ein gutes Signal, dass Primark Braunschweig als Standort ausgewählt hat“, schätzt Schröder ein.

Alle drei Baukomplexe sind „Kinder der 80er“, mit dem zeittypischen Charme, aber eben auch den zeittypischen Macken. Jetzt gibt es ein Facelifting. Das „alte“ Mövenpickhotel ist von der Centro Hotel Group übernommen worden, ECE macht die Bauleitung für das Haus. „Wir wollen zum Mai übergeben“, sagt Schröder, dann folge Innenausbau und Einrichtung, die Hoteleröffnung sei für August vorgesehen. Es soll weiterhin ein Vier-Sterne-Haus bleiben, 174 Zimmer sind geplant. Mit dem neuen Hotel komme auch wieder mehr Bewegung in die Welfenhofpassage. „Und vor allem können wir nach der Fertigstellung wieder neu vermieten“, erklärt Schröder. Einige Läden seien extra für die Bauzeit freigehalten worden.

Welfenhof



„Die Tiefgarage gehört der Stadt, da haben wir keinen Zugriff“, sagt der Centermanager, „und für die Bauarbeiten am Hotel benötigen wir Logistikflächen.“ Deshalb seien einige Schaufenster in der Welfenhofpassage abgeklebt – Leerstände, die bewusst geplant sind.
Das soll sich jetzt ändern. Für den Gesamtkomplex – Baujahr 1983 – selber sei zwar keine „Kosmetik“ geplant, die Läden aber werden renoviert. „Ab Juni wollen wir in die Vermietung gehen“, kündigt Schröder an. Insgesamt fünf Flächen können neu vergeben werden, der Zuschnitt erfolge in Absprache mit dem Mieter. „Man kann noch nachfragen“, lockt er den „klassischen Einzelhandel“, der traditionsgemäß in dieser Passage zu Hause sei. „Für Filialisten sind unsere Flächen zu klein“, weiß Schröder. In den Welfenhof kämen die Menschen gezielt, „hier haben wir eine ganz besondere Klientel“, sagt er, „eine andere Kundschaft als beispielsweise in der Burgpassage.“

Burgpassage

Denn durch die Burgpassage führt einer der wichtigen Laufwege der Stadt, 26 Geschäfte sind dort vermietet, das Erdgeschoss gilt als Toplage. „Für die erste Etage machen wir gerade neue Pläne“, sagt Schröder. Sie liegt eben nicht direkt im Laufweg, die Treppenführung sei zum Teil sogar gegenläufig. Jetzt soll ein größerer Schwerpunkt auf Dienstleister gelegt werden, um die drei Leerstände zu füllen.

City Point

Auch im „neuen“ City Point ist noch Platz für potenzielle Mieter. „Ein bis drei Flächen – je nach Größe und Zuschnitt – in der ersten Etage“, können wir noch anbieten“, sagt Schröder. Primark übernimmt vier Etagen mit insgesamt 6250 Quadratmetern Verkaufsfläche. „Daneben gibt es noch zwölf weitere Geschäfte“, erklärt Schröder. So gehen das Eiscafé Tiziano und Friseur Klier nach dem Umbau wieder an ihre angestammten Plätze in der ersten Etage, „für das zweite und dritte Obergeschoss sind wir in Verhandlungen mit einer Wellnessoase“, sagt Schröder. Zuletzt war der City Point 1988 „revitalisiert“ worden, wie es Schröder nennt, ursprünglich hatte die Kaufhauskette Hertie 1953 auf dem Grundstück eine Filiale eröffnet, zuvor stand dort noch ein Trümmerhaus aus den Bombennächten von 1944. 1986 schloss das Hertie-Haus für immer, zwei Jahre später übernahm der City Point.
„Jetzt war die Zeit eindeutig reif für einen Neustart“, sagt Centermanager Schröder. Der gelernte Kaufmann für Grundstücks- und Wohnungswirtschaft sieht für die Innenstadt eine wirtschaftlich gute Zukunft. „Unsere Mietpreise liegen – je nach Lage – zwischen 15 und 70 Euro“, erklärt er. „Aber die Nachfrage ist groß und vor allem steigend“, freut er sich. Das bedeute auf längere Sicht auch steigende Mieten.
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