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„Exporte sind kaum noch möglich“

Verkauf von Schnitzereien im Dom – Christen in Palästina arbeiten für den Friedensprozess.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 14.12.2011.


Braunschweig. „Der Krippenverkauf hier im Dom ist für uns eine riesige Hilfe“, sagen Sami und Samar Abu-Aita. Noch bis zum 22. Dezember bieten sie ihre Schnitzereien an.

Im Frühjahr war eine Braunschweiger Delegation zu Besuch in Israel und hat einige Tage im Hotel von Sami und Samar Abu-Aita in Beth Sahour gewohnt und die sprichwörtliche arabische Gastfreundschaft erlebt.
„Es ist bewegend. mit wie viel Liebe und Freundschaft wir empfangen werden“, sagt Domprediger Joachim Hempel, der seit vielen Jahren einen engen Kontakt zu den palästinensischen Christen pflegt. Die Braunschweiger haben die bedrückende Situation der Palästinenser hautnah erlebt. Von riesigen Mauern mit Stacheldraht und Wachtürmen sind die palästinensischen Siedlungen umgeben, für jeden Weg aus ihren Gebieten brauchen die Bewohner eine Erlaubnis. „Häufig gibt es Engpässe in der Versorgung“, erzählt Sami, „vor allem das Wasser ist oft knapp.“ Wegen der drastischen Kontrollen durch die israelische Staatsmacht ist auch der Handel extrem eingeschränkt und schwierig. „Exporte sind kaum noch möglich“, erzählt Sami, „unsere Handwerker und Unternehmer können kaum noch Waren ausführen, alles wird tage- und wochenlang blockiert, kontrolliert oder es gibt erst gar keine Ausfuhrgenehmigungen.“
Umso wichtiger ist für die christliche Gemeinde der Kontakt nach Braunschweig. Bereits seit 15 Jahren kommt Sami mit seiner Ehefrau und bietet im Dom die Schnitzereien von mehr als 40 Familien an. „Wir könnten unsere Sachen sonst einfach nicht verkaufen“, erzählt das sympathische Paar.
Viele jüngere Christen haben Palästina verlassen, „weil es so trostlos ist“, sagt Sami. Aber er und viele seiner Freunde glauben an den Frieden und eine Zukunft für Palästina.
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