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Etwas für sich und andere tun

Falk Hensel und Oliver Ding (v.l.) in den Räumen der Freiwilligen-Agentur in der Sonnenstraße 13. Keziban Özen (r.) arbeitet ehrenamtlich für die Agentur. Foto: Thomas Ammerpohl

Freiwilligen-Agentur berät und vermittelt Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen.

Von Martina Jurk, 23.12.2013.

Braunschweig. Sie wollen etwas für sich und andere tun, mit anderen Menschen in Kontakt kommen, gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, ihre Freizeit sinnvoll gestalten – Ehrenamtliche. Knapp 1000 sind seit 2009 bei der Freiwilligen-Agentur Braunschweig registriert.

Ob in Kindergärten, Seniorenheimen, Schulen, in Sportvereinen, Behinderteneinrichtungen oder Stiftungen, überall dort werden ehrenamtlich tätige Menschen gebraucht. 186 Einrichtungen aus der gesamten Region arbeiten mit der Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport, so die vollständige Bezeichnung, zusammen. 1998 wurde sie an der Ostfalia-Hochschule als erste Freiwilligen-Agentur bundesweit gegründet und agiert überregional. Das Braunschweiger Büro bietet eine Vermittlungsbörse an, unterstützt von der Bürgerstiftung, die Angebote für Freiwillige fördert und selbst „Zeitstifter“, unter anderem als Lese-, Mathe- oder Naturpaten, einsetzt. „Wir sind eine Anlaufstelle für Menschen, die sich engagieren wollen. Wir beraten sie, welche Bereiche für sie infrage kommen könnten und welche Möglichkeiten es gibt. Ebenso beraten wir Einrichtungen, die mit Freiwilligen arbeiten möchten“, umreißt Vorsitzender Falk Hensel die Aufgaben der Agentur.
Neben der Vermittlung entwickele die Agentur eigene Projekte wie Breakdance mit Senioren, Umgang mit neuer Technik, das Repair-Café, das Inklusionsturnier, psychisch erkrankte Menschen ins Ehrenamt führen oder Schwimmkurse für muslimische Frauen. „Ehrenamtlich tätig zu sein, ist sinnstiftend und macht die Menschen, die sich engagieren, zufrieden. Das ist auch das, was mich als Vorsitzenden antreibt“, sagt Falk Hensel.
Seit September ist der 40-Jährige Vorsitzender. Er trat die Nachfolge von Klaus-Peter Bachmann an. Sechs Jahre lang gehörte Hensel bereits zum Vorstand des Vereins Freiwilligen-Agentur. Auch er macht das ehrenamtlich. Hauptberuflich ist er beim Awo-Bezirksverband beschäftigt. „Ehrenamt braucht aber auch Hauptamt“, weiß Hensel. Neun Hauptamtliche seien insgesamt in der Region bei der Agentur beschäftigt. Beratungen müssten fachkundig geführt, Förderanträge korrekt gestellt werden.
Finanziell unterstützt werde die Agentur von der Stadt Braunschweig, dem niedersächsischen Sozialministerium, der Bürgerstiftung und der Aktion Mensch.
Stolz ist die Agentur auf ein neues landesweites Angebot mit dem Namen „Mobile Engagementberatung Niedersachsen“ (MEN). Annerose Nauert und Oliver Ding bieten mit einem Team von Engagementlotsen Beratungen für Kommunen, Verbände, Vereine und Träger zu Themen rund um die Freiwilligenarbeit sowie zu Vernetzungsmöglichkeiten an. „Wir wollen die Kommunen auffordern, Menschen zusammenzubringen und Netzwerke aufzubauen“, sagt Koordinator und Projektleiter Oliver Ding.
Anlässlich des Internationalen Tags des Ehrenamts am 5. Dezember zog die Freiwilligen-Agentur Bilanz des zu Ende gehenden Jahres. Danach haben sich 2013 rund 180 Interessenten für eine freiwillige Tätigkeit gemeldet. Ein Drittel von ihnen ist jünger als 29 Jahre. „Das widerspricht dem Vorurteil, dass sich junge Menschen kaum noch engagieren möchten“, meint Agenturleiterin Astrid Hunke-Eggeling. 17 neue Partnereinrichtungen kamen hinzu. 92 neue Stellenangebote für Freiwillige wurden geschaffen (von 200).

Kontakt:

> Projekte und Stellenangebote online: www.freiwillig-engagiert.de (regional), www.freiwilligenagentur-braunschweig.de (lokal).
> Die Agentur beteiligt sich an der Freiwilligen-Datenbank der Aktion Mensch.
> Kontakt: Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport, Sonnenstraße 13, 38100 Braunschweig, Telefon: 4 81 10 20, E-Mail: info@freiwillig-engagiert.de
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