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Es läuft noch nicht rund

Wasserwelt: Kosten für Wasser, Abwasser und Strom höher als erwartet.

Braunschweig (mak), 06.12.2014.

Die städtischen Bäder kommen teurer als geplant. Auf 6,25 Millionen Euro wird der Zuschussbedarf aller Bäder geschätzt, knapp 6 Millionen sind eingeplant, so dass zusätzlich noch 253 000 Euro bereitgestellt werden müssen. „Größter Brocken“ im jetzt vorgestellten Wirtschaftsplan der Stadtbad Braunschweig Sport und Freizeit GmbH ist die neu eröffnete Wasserwelt an der Hamburger Straße. Dort läuft nicht alles rund, von Planungspannen ist die Rede.

Besonders die Kosten für Energie und Wasser sind viel höher als prognostiziert, fast 580 000 Euro müssen mehr bezahlt werden als gedacht. Es hakt gleich an zwei Stellen: Zum einen funktioniert die Trinkwasseraufbereitungsanlage, um Grundwasser günstig nutzen zu können, bisher nicht, zum anderen fehlen die technischen Voraussetzungen, um Abwasser in den Galggraben einzuleiten. Und die Stromkosten seien von den Planungsingenieuren schlicht zu niedrig angesetzt worden. Stadtbad-Chef Jürgen Scharna ist richtig wütend, ein Anwalt sei eingeschaltet, um zu prüfen, ob Schadenersatzansprüche gegenüber den verantwortlichen Ingenieurbüros geltend gemacht werden können. Nachdem die gesetzlichen Auflagen sich verschärft haben, ist fraglich, ob selbst mit einer „aufgerüsteten“ Brunnenwasseranlage noch eine Ersparnis zu erzielen ist. Und warum die Voraussetzungen für die Abwassereinleitung inklusive Kohlefilter nicht geschaffen worden sind, kann er im Augenblick auch nicht nachvollziehen. Mit eigenen Prognosen, was etwa erwartete Besucherzahlen angeht, ist er vorsichtig. Immerhin besteht Hoffnung, dass die Energiekosten sich deutlich senken lassen, wenn die komplexe Anlage erst richtig „eingefahren“ ist. Das allerdings kann dauern.
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