Anzeige

Erntedank: Beten und essen

Ein Stück deutsche Kultur zeigte Jolanta Matys dem brasilianischen Austauschstudenten Pedro Jose de Resende Rodrigues. Foto: Susanne Hübner
 
Der Brotverkauf im Dom, unter anderen mit Dompredigerin Cornelia Götz (2.v.r.), geht heute nach dem Festgottesdienst weiter. Foto: Susanne Hübner

Brotverkauf im Dom zugunsten der Kinder in Addis Abeba – Heute Festgottesdienst.

Von Martina Jurk, 05.10.2014.

Braunschweig. „Sie sehen und riechen es: Es ist Erntedank.“ So eröffnete Dompredigerin Cornelia Götz gestern die thematische Mittagsandacht, der sich der Verkauf von Erntedankbroten anschloss.

Vor dem Dom waren weithin Orgelklänge zu hören. Blauer Himmel und sich zaghaft färbendes Laub passten zur „Wertschätzung der Gottesgaben“. Als Wunder der Schöpfung bezeichnete Cornelia Götz das Brot, das nicht nur den Reichen gehöre, sondern Symbol für die Demut des einfachen Lebens sei. Das Besondere beim Mittagsgebet war ein 20-minütiges Orgelkonzert mit Kantorin Elke Lindemann.
Der Duft von frischgebackenem Brot strömte durch den fast voll besetzten Dom. Mehrere Sorten stellten die Bäckereien Fucke, Tutschek und Kretzschmar zur Verfügung. Dazu gab es Okerbienenhonig. Mit einem Festgottesdienst um 10 Uhr wird heute im Dom Erntedank gefeiert.
Dabei sind der Landesbischof Dr. Christoph Meyns und Dompredigerin Cornelia Götz sowie die Mädchenkantoreien eins bis drei der Braunschweiger Domsingschule. An der Orgel spielt Kantor Arno Brüers. Anschließend werden auch heute Erntedankbrote und Okerbienen-Wabenhonig zugunsten der Aktion „1000 Kinder und keine Schuhe“, die den Jüngsten aus den Slums von Addis Abeba hilft, verkauft.
An der bundesweiten Aktion „5000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt“ beteiligen sich neun Kirchengemeinden und Verbände der Landeskirche Braunschweig. Sie wollen damit Kinder- und Jugendbildungsprojekte in Bogota (Kolumbien), Dhaka (Bangladesch) und Kumasi (Ghana) unterstützen. In Zusammenarbeit mit örtlichen Bäckereien wollen die Konfirmanden selber Brot backen und es bei besonderen Anlässen zugunsten der Hilfsprojekte verkaufen. Den Auftakt im Braunschweiger Land machen die Kirchengemeinden Bortfeld (Propstei Vechelde) und Weddel (Propstei Königslutter). Dort sollen die selbst gebackenen Brote nach den Erntedankgottesdiensten am heutigen Sonntag verkauft werden.
Mit dabei sind auch die Kirchengemeinden St. Petri Emmerstedt (Propstei Helmstedt), Reislingen (Propstei Vorsfelde), St. Lukas Querum (Propstei Braunschweig), der Pfarrverband Bornhausen, Mechtshausen-Bilderlahe (Propstei Seesen), die Kirchengemeinden Wittmar (Propstei Schöppenstedt) und Salzgitter-Gebhardshagen (Propstei Salzgitter-Bad) sowie die Propsteijugend Vechelde. Die meisten Jugendlichen wollen ihre Brote zum Ersten Advent backen und verkaufen.
Die Aktion ist eine Kooperation zwischen der evangelischen Kirche und dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks. Sie soll Jugendliche über die Lebenssituation von Gleichaltrigen in Lateinamerika, Asien und Afrika informieren und die Bedeutung von Bildung für die Überwindung von Hunger und Armut unterstreichen. Außerdem soll sie Einblicke in das Bäckerhandwerk bieten.
Erntedankfest wird heute auch im Landtechnik-Museum Gut Steinhof, Celler Heerstraße 336, von 10 bis 18 Uhr gefeiert.
Ebenfalls heute findet rund um die Klosterkirche Riddagshausen der traditionelle Erntemarkt statt. Von 11 bis 17 Uhr präsentieren rund 40 Aussteller Kunsthandwerk und Ernteschmuck, Erntefrüchte und Leckereien.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.