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Eiserner Ritt entlang der Grenze durch Europa

Wir verlosen auf Unser38 ein Exemplar des Buches.
 
Die E-Bike-Expedition mit Joachim Franz (r.) und Christian Roth auf den Rädern an der Grenze zwischen Finnland und Russland. Foto: Mottl/oh

9189 Kilometer in 30 Tagen – Ein Buch über eine andere Radreise.

Von Andreas Konrad, 19.02.2016.

Braunschweig. Jahrzehntelang trennte der Eiserne Vorhang Ost und West, Europa und Deutschland in zwei Hälften. 10 000 Kilometer lang – von der Barentssee bis ans Schwarze Meer. Kurz vor dem 25. Jubiläum des Falls dieser Grenze wurde der Abenteurer Joachim Franz von der Wolfsburg AG gefragt, ob er sich eine Promotion-Aktion für E-Mobilität vorstellen könne.

Er konnte. Das Jahr 2014, das Wissen um den gerade entlang des Eisernen Vorhangs entstehenden Fernradweg Eurovelo 13, den „Iron Curtain Trail“, und seine Erfahrung als Expeditions-Radfahrer gemischt mit dem Wunsch der Wolfsburg AG brachten ihn auf die Idee, den 9000 Kilometer langen „Iron Curtain Trail“ zusammen mit seinem Freund Christian Roth auf E-Bikes abzufahren – in einem Monat, länger sollte diese Auftrags-Expedition nicht dauern, um die Leistungsfähigkeit der E-Mobilität auch wirklich zu demonstrieren. Das Tagebuch dieser Reise ist jetzt erschienen.

Der Extremsportler Franz hatte vor dieser Reise auf dem Fahrrad schon einige Kontinente erradelt, und nun das – eine Tour mit dem E-Bike, ein Gefährt, das in der Radsport-Szene eher belächelt wird, aber ohne die technische Unterstützung hätte sich die Strecke kaum bewältigen lassen: 9189 Kilometer haben Franz und Roth am Ende zurückgelegt, im Schnitt mehr als 300 pro Tag, da durfte der Tachometer ganz selten unter 30 Stundenkilometer fallen, schließlich umfasste die Tour dazu satte 56 693 Höhenmeter.

So startete der Expeditions-Tross bestehend aus einem Wohnmobil als mitfahrender Schlafplatz für die Radler, einem Begleitfahrzeug, das unterwegs Akkus und Verpflegung lieferte, einem Transporter für die weitere Ausrüstung und zwei Fahrzeugen mit Medienteams zur Dokumentation der Tour und zum Einfangen von Geschichten rund um den „Iron Curtain Trail“, schließlich hatten Franz und Roth angesichts des Kilometer-Pensums keine Zeit für Reisereportagen am Wegesrand. Fünf Autos und zwei Radler also, die am 26. Juni 2014 an der Barentssee aufbrachen.

Das Buch beschreibt die einzelnen Etappen der Reise, immer wieder mit dem Schwerpunkt auf den erlebten Strapazen der Radler und häufig mit einem erhobenen Zeigefinger, welch große Errungenschaft die europäische Einigung ist, was angesichts von derzeitigen Grenzschließungen ja aktueller denn je ist. „Heute stehen wieder Zäune auf einigen der von uns passierten Grenzen“ schreibt Franz in seinem Vorwort.

Die Geschichten, die die Medienteams rund um den „Iron Curtain Trail“ einfangen sollten, finden sich im Buch nur vereinzelt wieder, der Radweg scheint eher Mittel zum Zweck als Mittelpunkt. Das, was der Leser über durchfahrene Ort- und Landschaften erfährt, bleibt auf Schautafel-Niveau der zahlreichen Denkmäler entlang der Strecke. Dafür liefert das Buch dank der vielen Fotos reichlich optische Eindrücke von der Reise, weiter ergänzt durch eine filmische Aufbereitung im Internet, auf die im Buch verteilte QR-Codes verweisen. Wer vom Buch eine klassische Reisereportage erwartet, dürfte enttäuscht werden, insgesamt ist es eher ein persönlicher Blick von – vorwiegend – Franz auf die Tour selbst und auf Europa.

Wer sich einen eigenen Eindruck von „Iron Curtain Trail – Mit dem E-Bike von Norwegen zum Schwarzen Meer“ verschaffen möchte, kann hier ein Exemplar gewinnen.

Die Aktion ist bereits beendet!

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