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Einmal die Masch mit Schaustelleraugen sehen

Die Platzmeister Frank Berweke und Gabi Grandt führten eine Besuchergruppen hinter die Kulissen der Frühjahrsmasch

Von Jens Radulovic

Braunschweig. 22 000 Glühbirnen, 200 Tonnen Gewicht, auf 18 Lastwagenzügen transportiert: Das Riesenrad auf der diesjährigen Frühjahrsmasch kann mit vielen beeindruckenden Kennzahlen aufwarten.

„Allein der Aufbau auf der Masch kostet uns 25 000 Euro“, erklärt Klaus Wilhelm, Betreiber des Fahrgeschäfts, seinen Zuhörern, „das ist für uns jedes Mal ein großes wirtschaftliches Risiko.“ Anschließend darf die Besuchergruppe sich bei einer Freifahrt Braunschweig von oben betrachten.
„Das Riesenrad ist als weit sichtbares Wahrzeichen der Masch ein Muss“, sagt Platzmeisterin Gabi Grandt. Das Fahrgeschäft ist die erste Station der Schausteller-Führung, die sie zusammen mit ihrem Kollegen Frank Berweke anbietet. Eine kleine Besuchergruppe erhält die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des noch bis Sonntag geöffneten Volksfestes zu werfen.
„Wir bieten die Führungen seit letztem Jahr an, weil wir Verständnis für uns und die Schausteller wecken wollen. Viele beklagen sich über die Preise, weil sie nicht wissen, wie sie zustandekommen, welche Kosten hinter dem Betrieb hier stecken“, sagt Grandt.
Knapp ein Jahr Vorlaufzeit brauchen die Planungen für das größte Braunschweiger Volksfest. „Erst werden die Fahrgeschäfte festgelegt, dann die kleineren Geschäfte wie Schießstände oder Pfeilwerfen. Zum Schluss kommt die Gastronomie“, fasst Berweke die Arbeit der vergangenen Monate zusammen.
Zweite Station der Führung ist mit dem „Breakdancer“ eines der schnelleren Fahrgeschäfte, ehe es zu einem der Höhepunkte der Masch geht: dem „Rocket“. „Der Rocket ist eines der modernsten Fahrgeschäfte in Deutschland“, so Berweke. Die 25 Tonnen schwere Maschine schleudert an ihrem Pendel bis zu 24 Menschen in eine Höhe von 22 Metern. Während die Fahrgäste, nur mit einem Gurt im Sitz festgeschnallt, nach allen Regeln der Kunst gedreht und gewendet werden, wirken Beschleunigungskräfte auf den Körper, die weit höher sind als zum Beispiel beim Start eines Space Shuttle.
Wer will, kann sich von diesem „Astronautentraining“ in der 1958 gebauten Jaguar-Bahn erholen, bevor auch die Gastronomie zu ihrem Recht kommt: „Wir sind die einzige Mandelbrennerei, die ausschließlich mit Rohrzucker arbeitet“, sagt Markus Wilhelm von der Mandelbrennerei Schack. Beim abschließenden Getränk zeigen sich alle Teilnehmer von der Führung beeindruckt: „Man sieht das alles jetzt mit anderen Augen. Wir haben uns vorher ja keine Gedanken darüber gemacht“, sind sich beispielsweise die Teilnehmer Ingrid und Ferdinand Kiesewetter einig.
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