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Einer Perle zu neuem Glanz verhelfen

Die Architekten und ihre Ideen: Erdal Drogul, Peter von Klitzing, Hendrik Welp, Bettina Maria Brosowsky, Michael Peter, Katja Necker und Stefan Giesler (v.l.). Foto: Konrad

Braunschweiger Architekten haben das Areal um den Bürgerpark unter die Lupe genommen.

Von Andreas Konrad, 24.02.2018.

Braunschweig. Eingeengt zwischen Wolfenbütteler und Theodor-Heuss-Straße, abgehängt von der Innenstadt, Grünfläche ohne Leben – so vernichtend eine Braunschweiger Gruppe vom Bund Deutscher Architekten über den Bürgerpark richtet, so inspiriert ist sie von dieser Perle der Stadt. Ein Central Park für Braunschweig nach New Yorker Vorbild? Alles machbar, sagen die Architekten und präsentieren ihre Ideen. Damit haben sie gleich ein ganzes Viertel umgekrempelt.

Beginnend im Westen am Frankfurter Platz, über die Gewerbeflächen von Hornbach und Co. hinweg bis nach Osten zu Heinrich-Büssing-Ring und Wolfenbütteler Straße, von Europaplatz und VW-Halle im Norden über das Harz-und-Heide-Gelände bis zum Kennel und der Eisenbütteler Straße – das Potenzial ist riesig, so die einhellige Meinung der Planer.

In einem dreitägigen Workshop mit dem Titel „Hot Spots am Bürgerpark“ hatten sich 15 Architekten, Städtebauer und Freiraumplaner im letzten Jahr der Problematik rund um den Bürgerpark angenommen. „Wir wollen über diese urbanen Fehlstellen eine öffentliche Diskussion entfachen“, so Michael Peter, Vorsitz Bund Deutscher Architekten BDA Braunschweig. In drei Arbeitsgruppen wurden Verbesserungen kreiert.

Urbane Fehlstellen. Das sind, da ist man sich unter den Architekten einig, vor allem die viel zu autobahnartig angelegten Wolfenbütteler Straße und Theodor-Heuss-Straße, die den Park von der Stadt trennen. Eine Folge der Umlegung des Hauptbahnhofes ab den 1970er-Jahren. So haben alle drei Entwürfe den Rückbau der Theodor-Heuss-Straße gemein, die Ränder des Parks sollen mehr in die Stadt wachsen.

Zudem gibt es vor allem westlich und südlich des Parks viel freie oder nicht genutzte Fläche oder Gebäude, wie das Harz-und-Heide-Gelände, den ehemaligen Baumarkt Max Bahr und ihm gegenüber liegende Objekte – alles in bester Parklage. „Die Verdichtung um den Park herum fehlt, deshalb fehlen der Anschluss und urbanes Leben am Park“, so Stefan Giesler. „Flächen vor der Stadt zu erschließen war früher – heute verdichtet man in der Stadt.“
„Das Leitbild autogerechte Stadt stammt aus den 70er-Jahren und ist nicht mehr aktuell. Heute schränkt man den Individualverkehr wieder ein und bringt Wohnen, Freizeit und Gewerbe zusammen in die Stadt“, sagt Bettina Maria Brosowsky.

Das sind nur einige Ideen der Planer. Am Dienstag (27. Februar) ab 18.30 Uhr im Artmax möchten die Architekten ihre Entwürfe der Öffentlichkeit präsentieren. Auch Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer wird erwartet. Bereits mit ihrem letzten Projekt „Bahnhof sucht Anschluss“ war es den Architekten gelungen, neue Anstöße für ein Quartier zu geben.
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6 Kommentare
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S. Leunig aus Braunschweig - Innenstadt | 24.02.2018 | 16:56  
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S. Leunig aus Braunschweig - Innenstadt | 24.02.2018 | 17:37  
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S. Leunig aus Braunschweig - Innenstadt | 24.02.2018 | 18:38  
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S. Leunig aus Braunschweig - Innenstadt | 24.02.2018 | 19:55  
281
Cathrin Dühn aus Braunschweig - Innenstadt | 25.02.2018 | 12:45  
15
Rainer Bielefeld aus Weststadt | 25.02.2018 | 12:46  
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