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Ein „unbekannter Kosmos“ feiert

Mitgründer des Brain: Ulrich Schwanke. Foto: oh
 
Feste Adresse in der Clubszene: Das Brain. Foto: Drescher

Der Brain Klub ist seit 20 Jahren am Start – Am Freitag (6. März) gibt es ab 23 Uhr eine große Geburtstagsparty.

Von Falk-Martin Drescher, 04.03.2015.

Braunschweig. Eher zufällig haben Ulrich Schwanke und Joachim Berger vor 20 Jahren das damalige Line am Bruchtorwall übernommen und schließlich den Brain Klub eröffnet. Seitdem wird dort ausgiebig bis in die Morgenstunden getanzt. Betreiber Ulrich Schwanke über aufregende 20 Jahre.

?Vor 20 Jahren habt ihr den Brain Klub eröffnet. Wie kam es dazu?

!Wir hatten ein paar Jahre vorher schon einen Club in Braunschweig, später in Wolfenbüttel. Aus verschiedenen Gründen ging dies zu Ende, daraufhin versuchten wir in einer Gruppe von Leuten, eine Mischung aus Jolly Joker und Jugendkulturzentrum aufzumachen. Das wurde leider nichts. Ein paar Monate später machte uns ein Freund darauf aufmerksam, dass das Line verkauft werden soll. Wir liehen uns dann Geld von einem Freund und übernahmen den Club.


?Mit welchem Konzept seid ihr damals gestartet?


!Das Line war ein Punkrock- und Indieladen, das haben wir schon ein bisschen beibehalten, außerdem um eigene – aus unserer Sicht zeitgemäße – Partykonzepte ergänzt. Das war von Anfang an Techno und House. Und wir haben Konzerte gemacht oder etwa Pulp-Fiction-Partys mit 60er-Jahre-Musik.

?Ihr hattet viele Newcomer am Start, die später richtig durchgestartet sind. Wer fällt dir da ganz besonders ein?

!Die Beatsteaks haben schon ganz früh bei uns gespielt, wobei die auch damals schon eine Hausnummer waren. Auch Clueso ist bei uns 2005 noch als Hip-Hop-Act aufgetreten, ebenso andere Acts wie Super Flu oder Kollektiv Turmstrasse, die beide etwa bei 100 Hertz gespielt haben, lassen sich heute nicht mehr ohne weiteres für so einen kleinen Laden verpflichten.
?Gab es mit Blick auf die vergangenen 20 Jahre markante Momente, die etwa sehr geschmerzt haben?

!Sicherlich die Razziageschichte 2014. Ein nerviger, anstrengender Einschnitt ...

?Für einige ist das Brain ein etwas unbekannter Kosmos – wie empfindest du das?

!Grundsätzlich finde ich das gut, denn das macht die Magie von Orten aus. Das einige Schwierigkeiten haben, dorthin zu gehen trifft auf andere Diskotheken vielleicht genauso zu. Ich denke, entsprechend des Programms entdecken schon die „richtigen“ Leute das Brain. Grundsätzlich freue ich mich natürlich über jeden Gast.

?In den vergangenen Jahren hat es im Brain die ein oder andere Veränderung gegeben. Was habt ihr in der Zukunft noch geplant?

!Ein Thema für die nächsten Jahre ist ein Plus an Gemütlichkeit. Ich will den Laden eine ganze Ecke bequemer machen, das ist natürlich eher eine Mobiliarfrage. So Kleinigkeiten wollen wir definitiv noch verbessern, insbesondere was Sitzgelegenheiten angeht. Das Licht ist noch ein Thema, da arbeite ich mit mehreren Akteuren an einer Idee, vor allem für den Tanzflächenbereich.

Das vollständige Interview steht unter www.szene38.de.

Am Freitag (6. März) lädt das Brain ab 23 Uhr zur großen „20 Jahre Brain Klub“-Party geladen. Mit dabei: Thyladomid (Diynamic Label).
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